1 Jahr, 1 Woche & 1 Tag auf Tour41

Nach zwölf Monaten Reise durch’s Land habe ich viele Menschen getroffen, Hürden genommen, Höhen und Tiefen durchwandert. Mich verausgabt und dem blöden Borderliner zu viel Freiraum gegeben. Letzten Endes habe ich mich in meine alte Überlebensstrategie zurückgebombt. Vollgas, immer an die Grenzen, leider manchmal ein Stück zu weit raus. Ich habe Depressionen ausgelebt und bekämpft, mir zwei Rippen gebrochen, naja und die alten Krankheiten laufen auch noch mit.

Die vielen Zusprüche und Danksagungen. Die vielen Betroffenen, die bei mir waren. Lebensgeschichten, die mich tief berühren, mich erschüttern und traurig machen. Die mir aber auch sehr viel Kraft geben und mir zeigen, dass es wichtig ist, die Tour41 gestartet zu haben. Aber wie kann es jetzt weitergehen? Es reicht nicht, wenn 1 Mensch aufsteht. Die Gesellschaft ist gefragt, aber wie erreicht man die? Menschen laufen an der „Enola Gale“ vorbei, ohne ein Wort zu sagen. Spricht man sie an, ist es auch falsch. Seit zehn Wochen habe ich nun die Onlinepetition unter Change.org laufen, bis jetzt ~600 Unterzeichner. Ist es wirklich ein so langer Weg? Wie lange kann ich die Tour noch machen? Wann sind meine Grenzen erreicht? Ich habe es mir tatsächlich einfacher vorgestellt. Ich gebe zu, ich bin etwas naiv und einfach gestrickt.

Herzlichst

Markus & Picasso

Picasso

SWR Zusammenschnitt

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