Studie des DJI – Wir suchen Dich!

Interviewpartner für eine Studie des DJI (Deutsches Jugendinstitut) über das Anvertrauen von sexualisierter Gewalt gesucht:

Wozu dient diese Studie? Fachleute möchten die Mechanismen und Prozesse bei der Offenlegung sexuellen Missbrauchs besser verstehen und auf dieser Basis geeignete Präventions-, Beratungs- und Interventionsstrategien entwickeln.

Du kannst uns bei der Studie helfen,

…wenn Du selbst in Deiner Jugend sexualisierte Gewalt erfahren hast, Dich damals Gleichaltrigen anvertraut hast und Du heute zwischen ca. 18 und 25 Jahren alt bist
oder
…wenn Dir von Gleichaltrigen sexualisierte Gewalterfahrungen anvertraut wurden und Du zwischen 16 und 20 Jahren bist
oder
…wenn Du jemanden kennst, auf den/die das zutrifft und
Du diese Person auf unsere Studie hinweist.

Wie?
Mit einem anonymen & vertraulichen Gespräch; Termine nach deinen Möglichkeiten.

Worüber?
Was hätte Dir damals geholfen? Was hättest Du gebraucht?

Mit wem?
Mit einer weiblichen oder männlichen Person aus dem Team des DJI.

Weitere Informationen und Aufruf zur Teilnahme

Zur Projektbeschreibung auf der Homepage des DJI

Demnächst im Kino: “GELOBT SEI GOTT” sind alle Fälle schon verjährt!

GELOBT SEI GOTT sind alle Fälle schon verjährt! Das ist der skandalöse Ausspruch von Kardinal Barbarin auf einer Pressekonferenz.

TRIGGERWARNUNG!

Schon der Trailer zum Film verursacht bei uns eine Gänsehaut!

Die dargestellten Dynamiken stehen hier zwar im Kontext zum Umfeld Kirche, können aber problemlos auf die gesamtgesellschaftliche Ebene übertragen werden!

Über den Film und seinen Regisseur

Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen GELOBT SEI GOTT eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann.

Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist GELOBT SEI GOTT nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt

Darum geht es

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet.

Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern: François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen.

Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist …

Ein großartiger Film, der die Aufmerksamkeit und Reichweite eines Blockbusters verdient hat!

Die Söhne fragen Alexandre:

“Warum machst du das, Papa?”

Seine Antwort:

“Damit so etwas niemals wieder passiert! Und auch für euch. Sollte euch jemals so etwas passieren, so wisst ihr jetzt, ihr könnt darüber sprechen!”

Wer das Schweigen bricht,
bricht die Macht der Täter!

Weitere Infos zum Film
=> https://www.gelobt-sei-gott.de/
=> https://www.facebook.com/GelobtSeiGottFilm/

Petition zur Abschaffung der Verjährung bei sexuellem Kindesmissbrauch unterschreiben
=> www.change.org/missbrauch

Wir danken dem Pandora-Film-Verleih für die großartige Unterstützung unserer Petition und das wunderbare Gespräch!

Rufmord, getarnt als Kritik und freie Meinungsäußerung

Was würdet ihr sagen und was würdet ihr tun, wenn ihr als gemeinnütziger Verein, der sich gegen Kindesmissbrauch einsetzt, solche Nachrichten eines mehrfach vorbestraften Pädophilie-Aktivisten bekommt, der sich für die Freigabe von Kinderpornografie und die Senkung des Schutzalters einsetzt?

Auszüge aus  Nachrichten des Dieter G. an uns:

04.08.2019

…“Die stetig ansteigende Zahl von Kritikern des Opferverein Tour41 haben eine Mailingliste für Pressemitteilungen eingerichtet. Darüber werden Rundmails an alle zukünftigen Medien versandt, wo der 1. Vorsitzende Markus Diegmann mit seinem Reisemobil auftritt. Interessierte Medienvertreter, die sich ebenfalls in diese Mailingliste eintragen lassen wollen, können mit uns Kontakt aufnehmen“…

09.08.2019

…“ihre Kritiker sind bei Weitem nicht meiner Meinung in der Pädophiliefrage. Denn diese kommen nicht aus meinem Pädophilen-Klientel, sondern aus dem Kinder- und Opferschutz. Wenn die Pädophilenszene auch noch aktiv werden würde, dann sähe Ihre Situation ganz anders aus. Seine Sie also „froh“, dass die Pädophilenszene (noch) nicht gegen Tour41 agiert“…

…“Zunächst einmal haben Sie in dieser gesamten Sache eine ganze Reihe von Mitgliedern und sonstigen Unterstützern verloren. Nur einige davon sind mir bekannt. Und es werden mit Sicherheit noch mehr werden.

Ihr Umkehrschluss ist ziemlich offensichtlich und zeigt, dass Sie an Realitätsverlust leiden. Ihr reiner Tunnelblick offenbart, dass Sie die Realität nicht mehr erkennen. Die Diskussionskultur Ihrer Kritiker ist trotz den Anfeindungen fair und sachlich geblieben. Das trifft auch auf mich bzw. ………. zu. Sie agieren zwar in der Öffentlichkeit höflich und vermeintlich korrekt, aber im Hintergrund agieren Sie hinterhältig bis kriminell. Natürlich sind Sie so „schlau“, Ihr Agieren nicht öffentlich preis zu geben. Ihre Kritiker und ………. werden Sie aber im Laufe der Zeit entlarven. Da bin ich aber ganz sicher! Natürlich haben Sie davor Angst, denn dann bricht Ihre aufgebaute Arbeit zusammen wie ein Kartenhaus“…

Sowohl in seinem Handeln, als auch in seinen Äußerungen, lassen sich ganz eindeutig Täterstrategien erkennen. Schuldumkehr, extreme Verdrehung der Tatsachen, falsche Behauptungen und Manipulation sind nur einige davon.

Anderen vorwerfen, was man selbst macht. Nur eine von vielen Täterstrategien. Wir haben dazu einen Beitrag auf unserer Homepage verfasst => Schuldumkehr

Dieser Herr ist der Ursprung einer beispiellosen Hetz- und Rufmordkampagne, die seit Monaten gegen uns geführt wird.

Er ist über alle Maßen an Aufmerksamkeit für seine Person, Anliegen und Inhalte interessiert. Daher verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe der Quelle.

Leider hat er es geschafft, mindestens 1 ehemaliges Mitglied derart zu manipulieren, dass sie ähnlich perfide agiert und immer mehr sogenannte “Kritiker” mit ins Boot holt. Dabei gibt Neli H. vor, Insiderwissen zu haben. Dem ist nicht so.

Auch bekannte Namen aus der Betroffenenszene beteiligen sich mittlerweile an der Hetze.
Warum? Wollen sie die Unterschriftenaktion & unsere Projekte sabottieren? Was ist Sinn und Zweck dieser Aktion?

Die Verleumdungen umfassen u. a. folgende Punkte:

  • Es wird gefachsimpelt über angeblich durch uns gepuschte Zahlen, die aber nachweislich durch Studien belegbar sind.
  • Es wird über Medienpräsenz gewettert, gar der Begriff „Berufsofper“ geprägt.
  • Markus Diegmann wird unterstellt, gar kein Überlebender von Missbrauch zu sein.
  • Dem Verein wird unterstellt, unseriös zu sein und es nur auf Spendengelder abgesehen zu haben.
  • Es wird uns unterstellt, andere beleidigt, bedroht, ja sogar erpresst zu haben.
  • Wir sollen Betroffene ausnutzen.
    Menschlich und ideell gesehen, wird hier großer Schaden angerichtet, der letztendlich die trifft, für die wir eine Lobby sein wollen: Betroffene von sexuellem Missbrauch in der Kindheit!

Die getätigten Äußerungen stellen Eingriffe in das allgemeine Persönlichkeitsrecht dar, die geeignet sind, schwere Nachteile für Markus Diegmann in Person und den Tour41 e.V. als Verein hervorzurufen.

Der mittelbare Vorwurf krimineller Vergehen, wie der Veruntreuung von Spendengeldern verdächtig zu sein, wird gestreut.

Mit diesen Behauptungen soll zum Ausdruck gebracht werden, dass wir angesichts der erhobenen Vorwürfe kein seriöser Verein bzw. kein würdiger Partner sind.

Gegen die Personen, die diese Äußerungen getätigt haben, wurde Strafanzeige erstattet!

Eindeutig differenzieren muss man hier zwischen berechtigter konstruktiver Kritik und destruktiven als Kritik getarnten Diffamierungen.

Als gemeinnütziger Verein sind wir verpflichtet, über die Verwendung von Spendengeldern genauestens Buch zu führen. Des Weiteren sind wir an das Vereinsrecht gebunden.

Jeder, der uns mittelbar und unmittelbar die Veruntreuung von Spendengeldern und ähnliches unterstellt, verdächtigt uns krimineller Vergehen und das wird zur Anzeige gebracht.

Wir sind im Oktober dieses Jahres 2 Jahre als Verein aktiv und noch in den Kinderschuhen der Entwicklung.

Wir können nicht immer sofort alles realisieren, was wir uns vornehmen. Das braucht Zeit und Ressourcen.

Es ergeben sich gerade wundervolle und großartige Kontakte und Kooperationen, die wir erst transparent machen können, wenn sie in trockenen Tüchern sind.

Wir haben für die kurze Zeit vieles erreicht und auf den Weg gebracht.

Wir wissen, dass wir transparenter werden müssen und arbeiten daran.

Unsere Ziele & Projekte sind auf unserer Homepage nachzulesen =>
Ziele für die wir uns einsetzen.

Für konstruktive Kritik und Fragen sind wir immer offen.


Haifischbecken statt Geschlossenheit gegen Missbrauch?

Vor einiger Zeit sagte man uns: „Willkommen im Haifischbecken!“ Wir wollten es nicht glauben und wurden leider eines Besseren belehrt. Ist das wirklich euer Ernst? Man diskutiert darüber, wer denn wohl schlimmer betroffen ist und bekämpft sich gegenseitig?

Es gibt Unterschiede, aber betroffen sind wir ALLE! Jeder hat sein ganz individuelles Paket zu tragen und jeder hat andere Bedingungen. Inhalt, Umfang und äußere Bedingungen dieses Paketes sind meist sehr komplex und individuell.

Niemand sollte es sich anmaßen, über den anderen zu urteilen!

Am 30.08.19 demonstrieren wir wieder in Detmold für die Kinder von Lügde und alle Missbrauchsopfer!

Kommt dazu und kämpft mit uns!

 

Das war OB8 2019

Wir wollten, dass er fast perfekt wird, daher hat es etwas gedauert; aber nun ist er da:

Unser Beitrag mit allen Impressionen und dem gesamten Programm zum Benefizabend OB8 – Noten gegen Missbrauch Viel Spaß beim Stöbern 🙂

Am 30.03.2019 war es endlich soweit:

Nach fast einjähriger Planungsphase öffneten sich die Türen der Sülztalhalle zu unserem 1. Benefizabend unter dem Motto OB8-Noten gegen Missbrauch – Für eine Kultur des Hinsehens und Hinhörens.

Lange haben wir gezittert und uns gefragt, ob wir eine Veranstaltung hinbekommen, die einerseits atmosphärisch positiv und kurzweilig ist, andererseits aber auch Informationen zum sehr ernsten und wichtigen gesamtgesellschaftlichen Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern transportiert.

Offensichtlich ist es gelungen. Der Tenor der ca. 400 Besucher war sehr positiv. Ein Wohlfühlerlebnis mit herzlicher Atmosphäre wurde uns bescheinigt und vielfach wünschte man sich eine Wiederholung.

Schaut euch die Impressionen vom Abend auf YouTube an:

Großer Dank gilt den Künstlern und vielen Akteuren und Helfern im Hintergrund, die mit viel Engagement und Feingefühl den Abend zum Erfolg führten.

Die junge Singer-Songwriterin Morgaine war mit ihrem Gitarristen Tjorben und dem Lebensgefährten und Rapper Äon 13 Stunden mit dem Flixbus aus Wien angereist. Mit ihrer Herzmusik für eine bessere Welt und ihrer wundervollen Stimme berührte sie die Zuschauer. Ihre eigene Biographie als selbst Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit brachte sie in feinfühliger Art mit ein und gab den Besuchern somit einen Einblick in ihr Leben und Erleben.

Bei Willibert Pauels, dem Diakon und Ne Bergische Jung fragten sich viele im Vorfeld, wie denn der hinlänglich aus dem Kölner Karneval bekannte  Redner, seinen Part passend gestalten würde. Nun kann man sagen: Ihm ist es in wunderbarer Weise gelungen, das Heitere mit dem Ernsten zu verbinden. Auf vielfach bekannte Art und Weise wurde über Kirche und Würdenträger gewitzelt, aber auch die Botschaft vermittelt, doch hin und wieder „über den Dingen“ zu stehen und eine neue Perspektive einzunehmen.

Zu guter Letzt begeisterte Eddi Hüneke, bekannt als Mitgründer und langjähriges Mitglied der Acapella-Band „Wise Guys“, der seit kurzem Solo unterwegs ist. Mit Songs aus seinem Album „Alles auf Anfang“ und auch neuen Stücken stimmte er teils fröhlich, teils nachdenklich. Nahezu jeder Gast konnte sich in einem seiner Songs wiederfinden. Besonders passend für uns: „Das könnte euch so passen“ und „Mach das Maul auf!“. Gemeinsam mit Tobi Hebbelmann ein unvergessliches Erlebnis.

Unser special guest Peter Holzer stellte sein Projekt Mutmenschen vor. Als ehemalig in der Finanzbranche Tätiger erkannte er nach einer Krebserkrankung, dass er einen anderen Weg einschlagen möchte und kehrte seinem bisherigen Leben den Rücken. Heute widmet er sich mit ganzer Aufmerksamkeit seiner Mission, Menschen und Unternehmen eine mutige Stimme zu verleihen. Den an diesem Abend erzielten Verkaufserlös seines Buches in Höhe von 410 € übergab er als Spende für den Verein an Markus Diegmann und verdoppelte ihn anschließend. Herzlichen Dank!

Moderiert wurde der Abend kurzweilig und spritzig von Patrick Lynen, der extra aus Spanien angereist war. Patrick Lynen ist ein Allround-Talent. U.a. produziert er für den WDR „Die Runde Ecke“.

Unsere Gäste hatten in der magic-photobox mächtig Spaß! “It`s magic!” Seht selbst hier auf YouTube:

(Fehlt euer Bild? Bitte unter [email protected] melden, dann haben wir von euch keine Genehmigung zur Veröffentlichung erhalten; hier zum ==>>  passwortgeschützten Bereich)

Das Pilot-Projekt „Präventionscoachs“, welches wir mit  7 Oberstufenschülern und einem Lehrer der GSK durchführen, wurde kurz vorgestellt. Wir eruieren und testen, wie man an einer Schule ein „gelebtes Schutzkonzept“ installieren kann. Wünschenswert wäre ein niederschwelliges und nachhaltiges Angebot zur Information und Aufklärung sowie zur Begleitung von Schülern bzw. bei Bedarf, Vermittlung an Hilfestellen. Peers als Brücken ins Hilfesystem. Hintergrund ist die Kampagne des Herrn Rörig (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, kurz UBSKM).
Mit der Kampagne „Schule gegen sexuelle Gewalt“ werden Schulen aufgefordert, entsprechende Schutzkonzepte zu entwickeln. Mittlerweile sind wir auch im Beirat einer Studie des DJI (Deutsches Jugendinstitut) zu Peer-Disclosure vertreten.

Ziel erreicht 🙂

Vordergründiges Ziel der Veranstaltung war es, ein Bewusstsein für den Themenkomplex des sexuellen Kindesmissbrauchs zu schaffen und zum Hinsehen und Hinhören zu motivieren.

Trotz der öffentlichen Debatte ist das Thema immer noch mit vielen Klischees behaftet. Die tatsächlichen Dynamiken solcher Ereignisse im Leben eines Kindes sind weitestgehend nicht bekannt.

Nur durch Information und Aufklärung kann es gelingen, das immer noch bestehende gesellschaftliche Tabu zu brechen und somit zum Schutz von Kindern beizutragen sowie die Glaubwürdigkeit von Betroffenen zu stärken.

Menschen ohne entsprechendes Grundlagenwissen zur Thematik sind häufig auch in der Fachwelt  zu finden, denn es ist bisher nicht gelungen, medizinische, therapeutische, pädagogische und soziale Berufe mit verpflichtenden Inhalten in Aus- und Fortbildung flächendeckend zu sensibilisieren. Bei 2-4 betroffenen Kindern pro Schulklasse (statistisch gesehen ist jedes 7. Kind betroffen), müssen wir aktiv werden und die politischen Forderungen des UBSKM und des Betroffenenrates stützen und untermauern.

Erfolg auf ganzer Linie 🙂

Der Abend war auf jeden Fall ein großer Erfolg für das Thema an sich. Das Hinsehen und Hinhören wurde gefördert. Auch das Angebot an Aufklärung, Information und Sensibilisierung durch Infotische und Material zum Mitnehmen wurde vielfach genutzt. Den Besuchern konnte die Arbeit des Tour41 e.V. näher gebracht werden, wodurch Berührungsängste abgebaut und Vertrauen geschaffen wurde.

An diesem Abend wurden wir mit Unterschriften belohnt!
1.383 Unterschriften
wurden insgesamt überreicht und vor Ort geleistet.
Große Klasse! Dankeschön!

Der Erlös an Spenden durch OB8 2019 betrug insgesamt
2.505 €!
Ein herzlicher Dank gilt allen Spendern.

Diese Aktivitäten und Angebote unterstützen Spender:

  • Aktiven Einsatz gegen sexuelle Gewalt
    z. B. durch Öffentlichkeitsarbeit, Herstellung & Versand von Infomaterial, Gebühren für Standplätze & Tour , Demos uvm.
  • Selbsthilfearbeit & Projekte im Rahmen der Selbsthilfearbeit
    für Betroffene & Angehörige
  • Projekte zur Prävention & Schutzkonzeptentwicklung

Ein ganz großes und herzliches Dankeschön auch an alle Helfer, Akteure und Sponsoren.

Insbesondere bedanken wir uns bei der

  • Metzgerei Stefer für die großartige Unterstützung durch monatelange Unterschriftensammlung, Werbung und Kartenvorverkauf sowie die Spende von 200 Würstchen; bei
  • Thomas Zimmer für den wundervollen und unentgeltlichen Entwurf von Plakaten, Eintrittskarten, Werbebanner, Teaser und Trailer, die professionelle Bearbeitung des Videos uvm.; bei der
  • Druckerei Brocker für den unentgeltlichen Druck der Werbemittel; bei der
  • Firma „Tonart“ für die tolle technische Beratung und Durchführung sowie rabattierte Bereitstellung der Bühne und der Technik; bei
  • Kölnticket für die kurzfristige Bereitstellung eines Kundenkontos; bei
  • Radio Berg für die Vorankündigungen, bei
  • Anja Behr und Udo Willius mit ihrer „magic-photobox“ aus Burscheid-Hilgen, die eine Bereicherung waren, den Abend auflockerte und vielen Gästen ermöglichten, eine bleibende Erinnerung in Form eines individuellen Fotos mit nach Hause zu nehmen (siehe oben); bei der
  • Geschenke Boutique “Böjour” und Yvonne Bößert für die nette Beratung zur Deko und Herstellung der Ballontrauben; bei den
  • Grillcowboys für ihren unermüdlichen kulinarischen Einsatz und bei der
  • Gemeinde Kürten für die unentgeltliche Bereitstellung der Halle und die nette Beratung durch Frau Grunwald; bei der
  • Cosmos Security Management GmbH, Bergisch Gladbach und der
    Provinzial Geschäftsstelle Petra Köp, Kürten sowie dem
    DRK-Ortsverein Kürten, mit denen wir uns sehr sicher und sehr gut versichert fühlten; bei unseren
  • Sponsoren:
    der P.S.A. Bauunternehmung GmbH,
    der Volksbank Berg eG,
    der Solaris GbR und
    der Wilde & Partner
    mbB für ihren finanziellen Obolus; bei
  • Umzüge Lippa, als Veranstaltungsleitung und bei allen
  • Helfern im Hintergrund, die durch ihren Einsatz wie Aufbau und Abbau, Ticket- und Bonverkauf, Getränkeausgabe, Garderobe uvm. die Grundlage für diesen Abend lieferten und natürlich bei
  • unseren Gästen und dem großartigen Publikum!
Ein Ausblick

Es gibt bereits erste Gespräche für OB8 2020/21. Aber ohne Sponsoren geht es leider nicht. Wer also Mittel und Lust hat, diese Veranstaltung zu sponsern oder sogar für uns auszurichten, der ist herzlich willkommen.

Das Problem bei Benefiz über unseren Verein:
Für uns als Tour41 e.V. wird solch eine Veranstaltung steuerlich wie ein Wirtschaftsbetrieb gewertet. D. h. wir dürfen keine Verluste machen und keine Spendengelder verwenden (was ja einerseits gut ist); andererseits riskieren wir unsere Gemeinnützigkeit, wenn wir die entsprechende Besucherzahl nicht erreichen. Die Finanzierung darf hier ausschließlich durch Sponsoren, Eintrittsgelder und Erlöse durch Getränke und Verzehr erfolgen.

Bei OB8 2019 bedurfte es sehr großer Anstrengungen, die Menschen zum Kauf eines Tickets zu bewegen. Am Ende fehlten uns leider 100 Besucher, um unser Ziel zu erreichen, sodass wir teils private Mittel eingesetzt haben. Der Einsatz von privaten Mitteln ist aber auf Dauer und zukünftig für uns nicht zu leisten, daher sind wir auf Sponsoren angewiesen.

Sponsoren haben die Möglichkeit, ihre Werbemittel (Logo, Banner, Aufsteller o. ä.) mit einzubringen. Die Ausstellung einer Spendenquittung ist in dem Fall nicht möglich. Diese Kosten können Sie in Ihrer Fima jedoch als Werbekosten (Betriebsausgabe) steuerlich geltend machen.

Bei Interesse wenden Sie sich gerne an unsere Expertin für Finanzfragen, Michaela Goldau [email protected]. Wir würden uns sehr freuen.

Besuchen Sie auch unsere OB8 Seite mit weiteren Infos und Video-Material: HIER

Zur Playlist des kompletten Abends auf YouTube:
+++ TIPP! Unbedingt ansehen! +++
+++ OB8 – Noten gegen Missbrauch auf YouTube +++
Viel Spaß beim HinSEHEN und HinHÖREN!

Herzlichst
Ihr/Euer Tour41-Team

Erweitertes Führungszeugnis – eine trügerische Sicherheit

Unglaublich: Für Einträge im Erweiterten Führungszeugnis gibt es eine relativ kurze “Haltbarkeit”!

Ihr Lieben;
wir wissen, es gibt viel zu tun und viel zu verändern und wir wissen, dass unsere bisherige “Mission” zur Abschaffung der Verjährungsfrist nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Reformbedarfs abdeckt. Den Forderungen und Feststellungen des Betroffenenrates und des UBSKM schließen wir uns hier vollumfänglich an =>

Stellungnahme des Betroffenenrats zum Reformbedarf des Sexualstrafrechts

Missbrauchsbeauftragter und sein Beirat fordern bessere Verfahrensabläufe in den Hilfe- und Rechtssystemen

Je weiter wir in die Tiefen der Thematik einsteigen, desto deutlicher wird, wie hilfreich die Regelungen in unserem Rechtssystem doch oft den Tätern und Täterinnen sind. Und im Gegensatz zu manch einer Fachkraft bei Polizei und Justiz, sind und werden die Täter und Täterinnen sehr gut informiert.

So finden sich in verschiednen Foren immer wieder Fragen von Tätern und Täterinnen nach Löschungsfristen von Einträgen aus Erweiterten Führungszeugnissen, wie z. B.:”Ich studiere gerade Lehramt und muss für mein Praktikum ein Erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Wegen § 176a wurde ich vor einiger Zeit verurteilt. Wann wird der Eintrag gelöscht?”

Eine liebe Mitstreiterin hatte ein interessantes und langes Gespräch mit einem erfahrenen Kriminaldirektor und Sonderermittler in einem aktuellen Fall. Ursprünglich wollte sie ihre Empörung über die Leugnung von organisiertem rituellen Missbrauch durch die bekannte Kriminalpsychologin Lydia Benecke zum Ausdruck bringen.

Was sie u. a. über die Löschungsfristen von Vorstrafen erfuhr, ist ein weiterer Grund, laut und aktiv zu werden!

In Bezug auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ist es mittlerweile Standard, von allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bei Einstellung ein erweitertes Führungszeugnis einzufordern. Dies ist auch fester Bestandteil von Schutzkonzepten.

Hierbei kann das Erweiterte Führungszeugnis allerdings höchstens als kleine Hürde und keinesfalls als Sicherheitsmerkmal betrachtet werden.

Denn:

  1. Die meisten Sexualstraftaten gegen Kinder kommen erst gar nicht zur Anzeige und somit nie vor Gericht;
  2. Selbst wenn angezeigt wird und es zur Verhandlung kommt, werden die Verfahren häufig wegen dünner Beweislage oder Aussage gegen Aussage eingestellt, Freispruch heißt nicht zwangsläufig unschuldig;
  3. Außerdem: Selbst wenn es zu einer Verurteilung kommt und ein Eintrag im Erweiterten Führungszeugnis erfolgt, wird dieser in der Regel nach 3 bzw. 5 Jahren, je nach Strafzumessung, gelöscht bzw. nicht mehr aus dem Zentralregister übertragen!

Ein Eintrag erfolgt nicht, wenn eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von unter 3 Monaten verhängt wird.

Erst ab einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr gilt der Begriff “Verbrechen”, bei unter 1 Jahr oder Geldstrafe handelt es sich noch um ein “Vergehen”!

Ein unter Auflagen eingestelltes Verfahren wird nicht eingetragen!

Das wird dann vielleicht die nächste Petition!!!

 

Die Einzelheiten zu diesen Rechtsvorschriften werden wir demnächst unter “Aktuelle Gesetzeslage” ergänzen.

 

Schuldumkehr und Selbstoffenbarung: 20 Ablenkungstaktiken von hoch manipulativen Narzissten, Soziopathen und Psychopathen, um Dich zum Schweigen zu bringen

Liebe Betroffenen, Interessierten, Unterstützer und Mitstreiter,

nicht nur in Bezug auf die zurückliegenden Wochen und Monate und die Begebenheiten um Rufmord, Hetze, Verleumdung und neuerdings auch Stalking bin ich immer noch auf der Suche nach Antworten. Den Herrn Günter N. (mittlerweile ehemaliges Mitglied) konnten wir auf unserer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 01.05.2019 nun persönlich und live in Farbe  erleben und ich kann sagen, dass wohl alle Anwesenden gleichermaßen geschockt, wenngleich nach den Erfahrungen der letzten Wochen nicht überrascht, über sein Verhalten und seine Äußerungen waren.

Die entscheidende Frage ist, wie ein Mensch oder eine kleine Gruppe von Menschen, andere dazu bringen können, trotz Ermangelung jeglicher Sachlichkeit, Beweise und persönlicher Kenntnis, ihnen Glauben zu schenken und sich sogar an den Verleumdungen zu beteiligen.

Durch persönliche Ansprache über E-Mail, Telefon und soziale Medien wird immer noch auf perfide Weise versucht, Stimmung gegen uns zu machen.

Durch ein kürzlich geführtes Gespräch wurde ich auf das Thema Schuldumkehr und Selbstoffenbarung aufmerksam gemacht und habe ein wenig recherchiert. Dazu habe ich einen sehr interessanten Text gefunden, den ich hier gerne vorstellen möchte und der sich in weiten Teilen mit Erfahrungen deckt, die wir in der letzten Zeit mit Günter N. und Dieter G. machen mussten. Ich könnte mir vorstellen, dass er auch für viele Leser viel mehr als nur interessant ist. Für mich war diese Lektüre jedenfalls wie eine Offenbarung. Denn als „normal“ denkender Mensch kann man sich manches Verhalten anderer nicht erklären und sucht die Fehler oft zu Unrecht bei sich selbst.

20 Ablenkungstaktiken von hoch manipulativen Narzissten, Soziopathen und Psychopathen, um Dich zum Schweigen zu bringen

Quelle: Shahi­da Ara­bi, Columbia University graduate school, 20.6.2016, thoughtcatalog.com

Tox­is­che Men­schen wie bösar­tige Narzis­sten, Psy­chopa­then und solche mit asozialen Zügen greifen zu mal­adap­tivem Ver­hal­ten in Beziehun­gen, die let­ztlich ihre inti­men Part­ner, Fam­i­lien­mit­glieder und Fre­unde aus­beuten, erniedri­gen und ver­let­zen. Sie ver­wen­den eine Vielzahl von Ablenkungstak­tiken, die die Real­ität ihrer Opfer verz­er­ren und von ihrer Ver­ant­wor­tung ablenken. Obwohl auch Nicht‐Narzissten diese Tak­tiken ein­set­zen kön­nen, benutzen sie die miss­bräuch­lichen Narzis­sten in über­mäßi­gem Aus­maß in dem Bemühen, der Ver­ant­wor­tung für ihre Hand­lun­gen zu entkom­men.

Hier sind die 20 Ablenkungstak­tiken tox­is­ch­er Men­schen, um Dich zum Schweigen zu brin­gen und Dich abzuw­erten:

  1. Gaslighting – Realität verleugnen
  2. Projektion
  3. Unsinnige Gespräche aus der Hölle
  4. Pauschale Aussagen und Verallgemeinerungen
  5. Bewusst Deine Gedanken und Gefühle bis zur Absurdität missverstehen
  6. Erbsenzählerei und Verschieben der Zielmarke
  7. Das Thema wechseln, um sich der Rechenschaftspflicht zu entziehen
  8. Verdeckte und offene Drohungen
  9. Beschimpfungen
  10. Destruktive Konditionierung
  11. Hetzkampagnen und Stalking
  12. Liebesbombardierung und Abwertung
  13. Präventive Verteidigung
  14. Triangulation
  15. Unschuld ködern und heucheln
  16. Grenzen testen und saugen
  17. Aggressive Stöße, als Witze verkleidet
  18. Herablassender Sarkasmus und gönnerhafter Ton
  19. Beschämung
  20. Kontrolle

… hier den ganzen Text lesen (13 Seiten)

 

 

Tour41 macht Schule: Projekt Präventionscoaching erfolgreich gestartet :)

Schutzkonzepte gehören nicht in die Schublade, sie müssen gelebt und in den Alltag integriert werden!

Engagierte SchülerInnen der Sekundarstufe II der Gesamtschule Kürten nahmen am Samstag, den 26.01.2019 an einer Einführungsveranstaltung zur Vorstellung des Projekts “Präventionscoachs” teil.

Der Kurs, der sich voraussichtlich über ein Schulhalbjahr erstreckt, ist ein Pilotprojekt des Tour 41 e.V. in Kooperation mit der GSK, welches im Rahmen der Kampagne “Schule gegen sexuelle Gewalt” durchgeführt wird. Die Kampagne des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, Herrn Rörig, startete in NRW im Jahr 2016 und fordert Schulen auf, Schutzkonzepte gegen seuxelle Gewalt zu entwickeln.

Herr Dr. Hintze-Neumann, Abteilungsleiter I der Gesamtschule Kürten, begleitet das Projekt, in dem die Schüler zum Thema sexuelle Gewalt, Grenzverletzungen, Kinder- und Jugendrechte, Mobbing, Gefahren der digitalen Welt (Cybergrooming, Cybermobbing, Happy slapping) uvm. geschult und sensibilisiert werden.

Es soll ein nachhaltiges und niederschwelliges Angebot für ratsuchende Schüler geschaffen werden. Die Präventionscoachs haben ähnlich wie im Tutoren- oder Streitschlichtermodell eine Brückenfunktion. Im zweiten Teil des Kurses wird gemeinsam ein Konzept zur altersgerechten Vermittlung an die unteren Jahrgänge und Erleichterung von Ansprechbarkeit im Bedarfsfall erarbeitet.

Über die Fortschritte und das Ergebnis werden wir fortlaufend Bericht erstatten. Eines müssen wir  sagen: Von dem Interesse und dem Einsatz der SchülerInnen sind wir bereits jetzt begeistert! Da im Stundenplan kein Platz mehr war, opfern sie ihre Freizeit. Respekt!

Wir freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit!

Steffi & Markus

Hier mehr zum Thema Prävention

Tour-News 11/2018

Liebe Mitstreiter*innen,

das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wir können mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken und uns auf neue Herausforderungen freuen.
Seit der 1. Mitgliederversammlung im Juni diesen Jahres, in der wir über unsere Aktivitäten und Projekte ausführlich Bericht erstattet haben, hat sich wieder viel bewegt und wir möchten euch einen kleinen Überblick über Aktuelles, Geplantes und Vergangenes geben:

  • Change.org: Das Team der Online-Plattform hat beschlossen, uns zu unterstützen. Markus war Anfang November einige Tage in Berlin und hat sie im Haus der Deutschen Pressekonferenz getroffen. Es wurde ein kleiner Film produziert und unter den Usern verbreitet; nach dem letzten Stand hat dieser ca. 60.000 Menschen erreicht. Unsere Onlinepetition ist jetzt direkt unter dem Link www.change.org/kindesmissbrauch zu finden und innerhalb weniger Wochen von ca. 7.000 Unterstützern auf derzeit 208.650 Unterschriften gewachsen! Change.org hat noch einige Aktionen in Planung, sodass die 1.000.000 Unterschriften keine Utopie mehr sind! Es wird u. a. beizeiten ein Termin mit Frau Barley organisiert!

 

 Zusammen mit den Unterschriften auf Papier haben wir demnach die 230.000 überschritten!

  • Benefizveranstaltung: OB8 – Noten gegen MissbrauchDie Vorbereitungen für den Benefizabend mit Willibert Pauels und Eddi Hüneke am 30.03.2019 sind in vollem Gange. Die Plakate, Handzettel und Eintrittskarten wurden von der Druckerei Brocker aus Kürten kostenlos gedruckt und werden in der nächsten Woche verteilt. Entworfen hat sie ein Künstler, der u. a. das Logo „Jeck im sunnesching“ für den Kölner Karneval entwickelt hat. Eddi Hüneke hat ihn uns vermittelt und auch diese tolle Leistung wird uns nicht in Rechnung gestellt. Das tolle Ergebnis und Einzelheiten zur Veranstaltung könnt ihr dem Plakat OB8 und Flyer OB8 entnehmen. Bitte macht ordentlich Werbung! Der Ticketverkauf ist gestartet. Direktlink zur => Ticketbestellung
  • Selbsthilfegruppe: Meine Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige geht im Januar an den Start. Hierzu bin ich mit der Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes vernetzt. Räumlichkeiten hierfür bekommen wir von der evangelischen Kirchengemeinde Kürten kostenlos zur Verfügung gestellt. Einzelheiten hier =>> Flyer Selbsthilfegruppe. Es handelt sich um ein lokales Angebot für Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und alle, denen der Weg nicht zu weit ist. Solltet ihr aber Interesse haben, selbst eine Gruppe in eurer Wohnortnähe aufzubauen, dann kann ich euch hierzu gerne Tipps geben => Mail an [email protected] .
  • Schulprojekt Prävention: Ebenfalls im Januar startet unser Schulprojekt„Präventionscoaches“ an der Gesamtschule Kürten, welches sich voraussichtlich über einen Zeitraum von einem Schulhalbjahr erstreckt. Über die Entwicklung hierzu werden wir euch in den nächsten Tour-News berichten können.
  • Was sonst noch so war:19. November 2018: Der Lions Club Arnsberg hat Markus & Picasso zur Vorstellung des Vereins und seiner Ziele zum Dinner eingeladen. Sven hat ihn begleitet. Die örtliche Zeitung berichtete und es wurde Unterstützung in Form einer Spende zugesagt. Wir sind gespannt …

03. November 2018: Heidi Küster, Küsterin der Wipperfürther katholischen Kirchen und unser neues aktives Mitglied, organisierte eine wunderbare und vielseitige Präventionsveranstaltung der Gemeinde St. Nikolaus für Messdiener, Eltern und alle Interessierten. Hier durften auch wir zu Gast sein und konnten wichtige Kontakte zu lokalen Hilfestellen knüpfen.

02. November 2018: Spendenübergabe in Form einer einzigartigen Stele durch Michael Flossbach, Künstler von Nature´s Art und Initiator der Aktion Friedensstein  “Stoning Roll” . Die Stele nimmt Markus im nächsten Jahr als Publikumsmagnet mit auf Tour.

Oktober 2018: Markus tourte durch Augsburg, Ulm und Friedrichshafen. In Ulm konnten wir ein Treffen mit Herrn Professor Dr. Fegert, dem ärztlichen Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Jugendpsychotherapie der Universitätsklinik Ulm, arrangieren. Professor Fegert ist u. a. Mitglied des Fachbeirats des Unabhängigen Beauftragen zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Herrn Rörig und hat für den UBSKM die landesweite Studie zum Thema durchgeführt. Als Projektleiter bietet er E-learning-Kurse zur Schutzkonzeptentwicklung, Traumatherapie, Traumapädagogik und zum Thema Kinderschutz an. Er hat uns gebeten, hierfür Werbung zu machen. Den Link zu seinen Kursen und die Beschreibung dazu findet ihr hier =>> elearning-kinderschutz  und im ECQAT_Flyer. Er hat uns nach dem Treffen mit Markus sein handsigniertes Fachbuch „Schutz vor sexueller Gewalt und Übergriffen in Institutionen“ zukommen lassen.

28. September 2018: Markus und Michaela reisten zur Demo nach Freiburg; gemeinsam mit den Leuten der Initiative „Aktiv gegen sexuellen Missbrauch“ zogen sie durch die Freiburger Innenstadt und formulierten wichtige Ziele. Der Initiator Benjamin Ottstadt ist Lehrer an einem Gymnasium in Freiburg. Wir werden voraussichtlich fusionieren und die Initiative in den Tour41 e.V. aufnehmen.

14./15. September 2018: Markus, Michaela und ich reisten nach Berlin zum Kongress MitSprache des Betroffenenrates. Das war ein sehr eindrucksvolles, aber auch anstrengendes Wochenende mit vielen neuen, guten Kontakten und Erkenntnissen. Wir haben an verschiedenen Workshops teilgenommen und konnten kurz mit Herrn Rörig und einigen Mitgliedern des Betroffenenrates sprechen. Eine Demo vor dem Reichstag bildete den Abschluss dieser Veranstaltung. Die Schilderung der Einzelheiten würde den Rahmen dieses Newsletters sprengen. Infos und Bilder hierzu findet ihr aber auch auf unserer Homepage in diesem Beitrag => MitSprache statt Schweigen und auf facebook.

Und noch mehr gab es im September: Markus & Picasso waren zu Gast beim Dog Run in Neuss und in Schwerin. In Schwerin hat die SVZ einen sehr guten Videobeitrag mit ihm produziert; zu finden hier

=>> Video Schweriner Volkszeitung 17.09.2018

Markus traf Eddi Hüneke in dessen Zuhause.

Im Juli und August: Markus war zu Gast in Paderborn und auf dem Pax Terra Musica Friedensfestival in Berlin. Dort habe ich ihn dann besucht und ein wenig unterstützt. Hier trafen wir Maren Herz, die als Singer- Songwriterin „Morgaine“ aus Österreich auf dem Festival Musik machte. Sie bot uns für den Benefizabend ihre Unterstützung an.  Schaut einmal auf YouTube, wenn ihr neugierig seid.

Morgaine: vorne links

  • Kontakte in lokale Fachkreise konnten wir beim AK sexuelle Gewalt des RBK knüpfen, wo wir unsere Ziele und Projekte vorstellen durften. Markus, Michaela und ich waren dort zur Präsentation unserer Ziele. Initiiert wird dieser Arbeitskreis durch den Kinderschutzbund. Teilnehmer sind Fachkräfte aus Kinderschutzbund des Rheinisch-Bergischen-Kreises, Jugendämtern, Fach- und Beratungsstellen und die Polizei. Diese Kontakte sind u. a. für unser Schulprojekt sehr wichtig.
  • #JaIchBin ist zu einer wichtigen Möglichkeit für Betroffene geworden, ihr Schweigen zu brechen. Die Grundidee stammt von Neli Heiliger, unserer sehr aktiven Mitstreiterin aus Karlsruhe. Michaela koordiniert dieses Projekt. Mittlerweile senden uns immer mehr Betroffene ein Kinderbild von sich mit einem prägenden Satz, der sie begleitet hat oder immer noch begleitet. Infos hierzu findet ihr auf Facebook und in den wöchentlichen Beiträgen auf unserer Homepage. Bei Interesse an dieser Aktion wendet euch bitte an [email protected].

  • Zwischenzeitlich sind wir auch einmal zwischen die Fronten einer linksradikalen und rechtsradikalen Auseinandersetzung geraten. Das Thema Kindesmissbrauch wird leider häufig für politische Zwecke instrumentalisiert und man beschuldigte uns, ein rechtsradikaler Verein zu sein, weil auf einem Foto Menschen zu sehen waren, die dieser Szene angehören. Um es kurz zu machen; wir konnten die Situation entschärfen, nahmen diese Erfahrung aber zum Anlass, das neue Formular Tipps und Hinweise für Unterschriftensammler zu entwerfen.
  • Hinweis zum Abo unserer Beiträge auf der Homepage: Ihr könnt am Ende eines jeden Beitrags unter den Kommentaren unsere neuen Beiträge mit diesem Klick abonnieren!
    In einem beliebigen Beitrag ganz nach unten scrollen und Häkchen setzen (befinden sich am rechten Rand auf jeder Seite unserer Homepage – etwas nach unten scrollen).

  • Ab jetzt könnt ihr unter schulengel.de fleißig Spenden sammeln und das ganz einfach bei euren Online-Einkäufen: Einrichtung Tour41 e.V. auswählen, Shop auswählen und (auch ohne Registrierung) shoppen für euren guten Zweck.

Viking, Otto, Saturn, Tchibo, Amazon…. Es kostet den Käufer nicht mehr!

So, das war das Wichtigste in Kürze. Natürlich gab es nebenher noch unzählige Arbeits- und Planungstreffen, Gespräche mit Interessierten, Betroffenen uvm. Die Homepage und unsere Facebookseite werden fortlaufend aktualisiert und auf den neuesten Stand gebracht. Auf Facebook könnt ihr euch über Aktuelles ganz gut auf dem Laufenden halten. Auf der Homepage findet ihr eher allgemeine wichtige Informationen zu verschiedenen Themenbereichen und in der rechten Spalte aktuelle Beiträge nach Monaten sortiert. Die Homepage haben wir in den letzten Wochen umfassend angepasst und erweitert und werden das auch weiter tun. Schaut mal rein …

Mitgliederzahl aktuell: 62, Tendenz steigend

Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 12 € wird am 15.01.2019 eingezogen.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, Hilfe benötigt oder etwas unklar ist, könnt ihr euch gerne melden. Am besten per E-Mail an:

[email protected]; [email protected] oder [email protected] .

Die Tour-News erhaltet ihr in Zukunft 2 x jährlich. Ihr werdet sie demnächst auch auf unserer Homepage finden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Engagierten für ihren Einsatz und wünschen euch frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2019.

Eure Steffi & das Tour41-Vorstands-Team mit Markus & Picasso, Michaela und Phil

MitSprache statt Schweigen – Wir waren dabei

Am 14. und 15. September hatten wir uns auf den Weg gemacht:
Zum Kongress #MitSprache des #Betroffenenrates nach Berlin –
gespannt was uns erwarten würde.

An beiden Tagen waren sowohl der #UBSKM Herr Rörig als auch die Mitglieder der #Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs anwesend. Unsere Familienministerin Frau Giffey hielt eine starke Rede – nicht das Gerede um den heißen Brei, dass man von den meisten Politikern gewohnt ist – sondern impulsiv und überraschend direkt auf den Punkt gebracht. Sie versprach, sich für Veränderungen stark zu machen, betonte aber überraschend ehrlich, dass die Politik ja leider nicht so schnell sei. Sie würde sich aber beharrlich für unser Thema stark machen und nicht aufgeben. Ihr Ausspruch: Penetranz schafft Akzeptanz! Als ehemalige Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln spricht sie wunderbar offen und erfrischend direkt. Ingo Fock, Gründer des Vereins  #gegen-missbrauch e.V., der gemeinsam mit Kerstin Claus den Workshop zum OEG (Opferentschädigungsgesetz) und EHS (Ergänzendes Hilfesystem; Fonds sexueller Missbrauch) leitete, überreichte Frau Giffey eine Liste mit  Reformforderungen, die zuvor mit den Workshop-Teilnehmern erarbeitet wurden.

Neben dem Workshop zu OEG und EHS konnten wir uns außerdem zu den Themen  Schutzkonzepte, Aktivismus und psychosoziale Prozessbegleitung einbringen. Beeindruckend und zugleich erschütternd waren auch die Ausführungen der internationalen Gäste  aus 12 Ländern. Hier wurde das globale Ausmaß der sexuellen Ausbeutung von Kindern bewusst.

Zum Abschluss zogen wir gemeinsam zum Reichstag – mit den Plakaten bewaffnet, die im Aktivismus-Workshop hergestellt wurden . Wir bildeten einen Kreis und hielten eine Minute inne – eine Schweigeminute zum Gedenken an die, die nicht überlebt haben. Ela und ich gedachten unseres Bruders

Heute können wir sagen: Danke, dass wir dabei sein durften! Dieses Wochenende war so intensiv, emotional, informativ, bewegend und beeindruckend, dass es in uns noch jetzt nachwirkt und bestimmt noch lange nachwirken wird.

In diesem Maße erlebbar wurde die Veranstaltung durch die Beteiligung der vielen Betroffenen (250), Betroffeneninitiativen und Vereine – nationale und internationale. Wir konnten gute Gespräche führen (auch kurz mit Herrn Rörig), an Workshops teilnehmen, Kontakte knüpfen, unsere Erfahrungen und Einschätzungen einbringen, selbst neue Erfahrungen machen, andere Perspektiven und viele großartige Menschen kennenlernen und erleben.

Die meisten dieser Menschen – auch der Betroffenenrat – arbeiten wie wir auf ehrenamtlicher Basis. Sie setzen ihre ganze Kraft, Energie und Freizeit ein, um etwas zu bewegen, Missstände zu beseitigen, Veränderungen anzustoßen. Ein Thema war Vernetzung:

Gemeinsam sind wir stärker – weil wir so viele sind – auch DU kannst etwas tun! Nur ein kleiner Teil dessen, was getan werden muss → Verjährungsfrist abschaffen !

Berlin wir kommen wieder …

Herzlichst
Eure Steffi

Post vom Justizministerium NRW

 

Viele sehen die  Arbeit des  Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und des Betroffenenrates kritisch und sind der Meinung, es wird nicht genug getan.

Nachdem wir uns nun seit einiger Zeit vertieft damit auseinandergesetzt haben, haben wir den Eindruck gewinnen können, dass momentan sehr wohl sehr viel bewegt wird. Die Reformbedürftigkeit des Hilfesystems, die viel zu hohen Standards der Strafgerichtsbarkeit, die mangelnde Sensibilisierung von Fachkräften und viele andere Hürden für Betroffene werden offen gelegt, in Pressemitteilungen klar artikuliert und immer wieder wird an die Verantwortlichen in der Politik appelliert, endlich aktiv zu werden.

Man hat sich auf den Weg gemacht, Prävention und Intervention in Einrichtungen und Institutionen zu installieren.  Auch Schulen sind mit der Initiative “Schule gegen sexuelle Gewalt” mittlerweile angehalten, ein Schutzkonzept zu entwickeln.

Das Problem ist nicht der UBSKM und der Betroffenenrat. Das Problem sind die Volksverteter, die lieber wertvolle Zeit mit Machtspielchen verstreichen lassen, als endlich die Ärmel hochzukrempeln und die von ihnen selbst eingesetzten Gremien vollumfänglich zu unterstützen.

Alles in Allem ist aber dennoch ein gewaltiger “Stein ins Rollen gekommen” und diesen gilt es am Rollen zu halten, bis eine zufriedenstellende Lösung beschlossen ist.

Daher sollten wir alles daran setzen, nicht leiser zu werden und die Gremien in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Weil wir so viele sind …..

….. helfen wir uns gegenseitig 🙂

In diesem Sinne
Steffi & das Tour41-Team