Titelbild: Petitionsübergabe im Bundesjustizministerium in Berlin am 29.06.2020, v. links n. rechts: Johannes-Wilhelm Rörig (UBSKM), Frau Christine Lambrecht (Bundesjustizministerin),  Markus Diegmann, Michaela Goldau, Stefanie Lachmann (Tour41 e.V.)
Titelbild: Petitionsübergabe im Bundesjustizministerium in Berlin am 29.06.2020, v. links n. rechts: Johannes-Wilhelm Rörig (UBSKM), Frau Christine Lambrecht (Bundesjustizministerin), Markus Diegmann, Michaela Goldau, Stefanie Lachmann (Tour41 e.V.)

Über uns – Wir für Euch


Was bedeutet „Tour41“ und wofür stehen wir ein?

Der Tour41 e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich auf verschiedenen Ebenen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und für Betroffene einsetzt.

Die Zahl 41 steht für täglich 41 angezeigte Fälle von Kindesmissbrauch in Deutschland. Studien zufolge kommt nur etwa jeder 20. Fall zur Anzeige (Hellfeld). Das sogenannte „Dunkelfeld“ ist also enorm groß.

Wir machen uns mit Aktionen und Kampagnen für gesellschaftliche Veränderungen stark, damit Erwachsene Verantwortung übernehmen und der Schutz der Kinder gelebter Alltag wird.

Wir tragen dazu bei, das Thema sexualisierte Gewalt an Kindern zu enttabuisieren, indem wir über die Formen und Folgen informieren und aufklären.

Wir solidarisieren uns mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt in der Kindheit und Jugend, setzen uns für ihre Rechte ein und geben ihnen eine Stimme.


Markus Diegmann reiste mit seinem Infomobil „Enola Gale“ und seinem Hund „Herr Picasso“ vom 24.09.2016 bis zum 16.10.2021 durch Deutschlands Städte, um Unterschriften zur Abschaffung der Verjährungsfrist bei sexuellem Kindesmissbrauch zu sammeln und auf das Thema aufmerksam zu machen.
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Unsere Kampagne gegen das Verjähren von Kindesmissbrauch

Am 29.06.2020 konnten wir mehr als 446.000 Unterschriften zur Abschaffung der Verjährungsfrist bei sexuellem Kindesmissbrauch an die damalige Bundesjustizministerin Frau Christine Lambrecht übergeben.

Bis heute wurde die Verjährung nicht abgeschafft. Daher werden wir uns weiter dafür einsetzen.
Seit der Übergabe ist die Zahl der Unterzeichner um mehr als 100.000 gewachsen.


Von der Initiative eines Betroffenen zur unabhängigen Anlaufstelle

Im Laufe der letzten Jahre hat sich der Tour41 e.V. aus einem Bedarf heraus zu einer unabhängigen Anlaufstelle für erwachsene Menschen mit dem Kindheitstrauma Missbrauch und Bystander, wie Angehörige, Bezugspersonen und Fachkräfte entwickelt.

Die Grundlage unseres Handelns ist ein ganzheitlicher Ansatz, der sich in drei Säulen gliedert, die wichtige und wertvolle Schnittmengen bilden:

Aktionsbündnis

Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen, Vernetzung

Prävention

Sensibilisierung, Enttabuisierung, Präventionscoaching, Schutzkonzepte

Beratung & Hilfe zur Selbsthilfe

Austausch, Beratung, Unterstützung


Entstehungsgeschichte (Kurzfassung)

Wir starteten zunächst als politische Initiative zur Abschaffung der Verjährungsfrist bei sexuellem Kindesmissbrauch. Unser Initiator Markus Diegmann begann seine Tour41 durch Deutschlands Städte im Jahr 2016. Dabei hatte er es sich zum Ziel gesetzt, 1.000.000 Unterschriften gegen das Verjähren von Kindesmissbrauch zu sammeln.

2017 fanden sich mit Michaela Goldau und Steffi Lachmann zwei engagierte Mitstreiterinnen.
Gemeinsam mit einigen Freunden und Familienmitgliedern wurde der Tour41 e.V. gegründet.

Durch die Sichtbarkeit auf Deutschlands Straßen, in vielen Städten, die Unterschriftensammlung, die Präsenz in den sozialen Netzwerken sowie die Berichterstattung in Presse und Medien ergaben sich vielfältige Kontakte mit Betroffenen, Bezugspersonen, Angehörigen, Fachkräften etc.

Schnell wurde klar, dass es um viel mehr geht, als die Abschaffung der Verjährung.

Der große Bedarf an Information, Beratung, Begleitung, Austausch und Hilfe wird durch das derzeit bestehende Hilfesystem nicht gedeckt (mangelnde Verfügbarkeit von Therapieplätzen, fehlende nachhaltige begleitende Präventionsangebote für Schulen etc.).
Die Hürden der bestehenden Unterstützungsangebote sind für viele hoch. Da ist es enorm hilfreich, sich mit Menschen mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen auszutauschen.
Wir bieten u. a. dafür den Schutzraum.

Die Aufgaben haben uns sozusagen gefunden und wir haben die Herausforderung angenommen!


Wer sind die Menschen im und um den Tour41 e.V.?

Unserem Verein gehören bundesweit von sexualisierter Gewalt in der Kindheit betroffene Menschen und Fachpersonen, sekundär Betroffene sowie nicht betroffene Menschen und Fachpersonen an.

Die meisten Mitglieder sind passive Mitglieder, die uns durch Zahlung ihres Mitgliedsbeitrags unterstützen.

Ein kleiner Kreis von Mitgliedern unterstützt aktiv und einige Mitglieder stehen uns beratend zur Seite.

Menschen, die unseren Rat oder Hilfe suchen, erhalten diese kostenfrei und ohne Mitgliedschaft. In Härtefällen übernehmen wir die Fahrtkosten zum Beratungsgespräch oder zum Gruppenaustausch.


Unsere Verbündeten: Ehrenmitglieder, Freundinnen & Freunde, Fördernde

(Seite im Aufbau)


Team


Wer sind die Menschen, die zu uns kommen?

Die Menschen, die mit uns in Kontakt treten, sind ganz unterschiedlich mit dem Thema sexualisierte Gewalt konfrontiert. Sie sind Betroffene mit dem Kindheitstrauma Missbrauch und Bystander, wie Angehörige, Bezugspersonen oder Fachkräfte etc.

Die meisten Betroffenen gehören nicht zum Hellfeld. D. h. sie sind nie in der Polizeilichen Kriminalstatistik PKS in Erscheinung getreten. Das sogenannte Hellfeld beschreibt die Zahl der angezeigten Fälle. Studien zufolge wir nur etwa jeder 20. Fall wird zur Anzeige gebracht. Das Dunkelfeld ist also entsprechend größer. Auch die Hürde, Rat und Hilfe bei einer professionellen Fachberatung zu suchen, liegt für manche Betroffene hoch. Für männliche Betroffene sind Angebote rar. Somit füllen wir mit unserer Arbeit eine Lücke.

Wir beraten und begleiten bedarfsorientiert und zeigen weitere Hilfsmöglichkeiten auf.

Jede:r von uns kennt Betroffene von sexualisierter Gewalt. Sie können Nachbarinnen und Nachbarn, Freunde und Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen oder eine Verwandte oder ein Verwandter sein.

Auch unter Fachpersonen jeglicher Profession ist statistisch gesehen jede(r) Siebte betroffen. Betroffene Fachpersonen geben sich selten als Betroffene zu erkennen, da sie leider zurecht befürchten müssen, dass man ihnen ihre Fachlichkeit abspricht und sie in die Opferrolle drängt.

Sind Sie auch der weit verbreiteten Ansicht, Betroffenheit und Emotionalität hätten mit Fachlichkeit nichts gemein?

Hier lohnen sich differenzierte Betrachtungsweisen. Viele Organisationen und Institutionen sind historisch gesehen zunächst aus einer persönlichen oder gesellschaftlichen Betroffenheit gewachsen. Dabei spielten Empathie und Emotionalität natürlich eine entscheidende Rolle. Aus dem Bedürfnis heraus, dem Bedarf immer besser zu entsprechen etablierten sich fachliche Standards, die sich im Sinne der immer lernenden Organisation stetig weiterentwickeln.

Das ist unser Anspruch!


Fördernde gesucht

Mit Ihrer Unterstützung können wir …


• Kinder vor sexualisierter Gewalt schützen
• Betroffenen eine Stimme und Raum zum Austausch geben
• Menschen für das Thema sensibilisieren
• Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen
• Kampagnen initiieren


Transparenz

Wir stehen für Transparenz und Kontinuität.

Daher veröffentlichen wir unsere Jahresberichte regelmäßig unter https://tour41.net/transparenz/ .


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Herzlichen Dank!

Ihr/Euer Tour41-Team