Prävention durch Information und Aufklärung als Chance für Handlungskompetenz und Intervention

Seit April 2020 ist der Tour41 e.V. Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. DGfPI

Die Grundlage unseres Handelns

Jedes Kind hat das Recht auf Kindheit, auf eine Zeit zum Spielen und Entdecken – ohne Angst, Gewalt und Sorgen.

Leider ist das vielen Kindern nicht vergönnt.

Sexuelle Gewalt gehört zum Grundrisiko einer Kindheit in Deutschland. Tausenden Mädchen und Jungen wird in Deutschland durch sexuelle Gewalt größtes Leid zugefügt – Tag und Nacht, mit schweren und schwersten Folgen, unter denen sie oft ein Leben lang leiden. Ich frage mich schon, in was für einer Gesellschaft wir leben, die ohne großen Aufschrei Jahr für Jahr hinnimmt, dass mehr als 12.000 Ermittlungs- und Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durchgeführt werden. Und wir wissen, das Dunkelfeld ist um ein Vielfaches größer. Neueste Studien sprechen davon, dass rund jeder Siebte in Deutschland von sexueller Gewalt in der Kindheit betroffen ist. Aktuell müssen wir davon ausgehen, dass in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei Kinder sind, die Missbrauch erleiden oder erlitten haben.”

“Prävention sexueller Gewalt gegen Kinder & Jugendliche ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!”

Herr Rörig; UBSKM
www.beauftragter-missbrauch.de 

Wir müssen raus aus dem Tabu, ganz nach dem Motto „Wissen hilft schützen“. Es geht nicht darum, ein Klima des Misstrauens zu schaffen; ganz im Gegenteil! Ein offener Umgang mit dem Thema Missbrauch durch Information und Aufklärung beseitigt Unsicherheiten, setzt den Tätern Grenzen und eröffnet Räume für Betroffene, ihr Schweigen zu brechen, sich sichtbar zu machen und Hilfe zu holen.

Tour41-Team
Verantwortung übernehmen

Kinder und Jugendliche zu schützen und ihnen alle Chancen im Leben zu eröffnen ist unsere gemeinsame gesamtgesellschaftliche Aufgabe. 

Kein Kind kann sich alleine schützen! Kinder sind immer auf gut informierte und verantwortungsbewusste Erwachsene angewiesen!

Was können SIE tun, um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen?

Mutig fragen – besonnen handeln

Sie können sich informieren!

Seminare für Eltern und weitere Bezugspersonen informieren über:

  • Tatdynamiken
  • Täterstrategien
  • kindliche Schutzfaktoren

Zentrale Bedeutung haben hierbei die Fragen:

  • Warum bleibt sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu 90 %! unentdeckt?
  • Wie können wir Kinder und Jugendliche besser schützen?

Zeitlicher Rahmen
2-4 Stunden

Termine & Ort
Turnusmäßig in 51515 Kürten oder nach Vereinbarung

 

Was können SIE als LEITUNG & TEAM einer Einrichtung, Institution bzw. eines Vereins tun, um die Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt zu schützen?
Schutzkonzepte achtsam und partizipativ gestalten

Sie können gemeinsam mit Ihrem Team ein Schutzkonzept entwickeln und umsetzen und zugleich alltagstaugliche, nachhaltige und niederschwellige Prävention installieren.

Risikoanalyse als Grundlage

Die sogenannte Risikoanalyse bildet die Basis eines Schutzkonzeptes. Sie legt offen, wo die “verletzlichen” Stellen einer Institution liegen und verfolgt systematisch die Frage, welche Bedingungen vor Ort Täter und Täterinnen nutzen könnten, um sexualisierte Gewalt vorzubereiten und zu verüben.

Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, welche konzeptionellen und strukturellen Verbesserungen im Sinne des Kinderschutzes erforderlich sind.

Im Rahmen der Risikoanalyse sollten auch und vor allem Mädchen und Jungen Möglichkeiten zur Beteiligung erhalten.

Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Vorstellungen sind unverzichtbar, denn Schutzkonzepte sind letztlich nur dann wirklich alltagstauglich, wenn sie mit denen besprochen werden, an die sie gerichtet sind.

Was können WIR tun, um SIE bei Ihrer Arbeit in Sachen Prävention von sexualisierter Gewalt zu unterstützen?

Wir beraten Sie zu Präventionscoaching & Schutzkonzeptentwicklung und bieten

individuelle zielgruppen- und bedarfsorientierte Informationsveranstaltungen, Seminare & Workshops für LEITUNGEN und TEAMS sowie Arbeitsgruppen als Multiplikatoren:

  • Praxisnah & praxisorientiert
  • fachlich fundiert
  • auf Basis neuester empirischer Erkenntnisse
  • unter Einbeziehung wertvoller Expertisen von Menschen, die mit dem Kindheitstrauma sexualisierte Gewalt leben und überleben.

Zielgruppen sind beispielsweise:

Fachkräfte, Kindertagesstätten, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden, Jugendgruppen…

Termine und zeitlicher Rahmen

Nach Bedarf und Vereinbarung

Ort

Im Umkreis von Kürten bis maximal 150 km

Kosten

Auf Anfrage

Anzahl der Teilnehmer*innen

Bis maximal 10 Teilnehmer*innen

Weitere Informationen und Anfragen

Per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02268 / 90 83 925

Hilfreiche Quellen und Links

Alles rund um Schutzkonzepte und ihre Bestandteile:
https://www.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de/bestandteile/

Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), zur “Trau Dich”-Initiative. Diese können von Schulen kostenlos bestellt und/oder heruntergeladen werden:
https://www.bzga.de/infomaterialien/praevention-des-sexuellen-kindesmissbrauchs/

Ein Webportal mit vielen hilfreichen Links und Arbeitsmaterialien zum Schutz vor sexueller Gewalt mittels digitaler Medien wurde vom UBSKM initiiert:
https://www.wissen-hilft-schützen.de

E-Learning-Angebot

Interessierte können sich in verschiedenen E-Learning-Kursen fortbilden. Das Projektteam um Prof. Fegert stellt dieses wertvolle Angebot befristet bis zum 30.09.2020 kostenfrei zur Verfügung:

Studie des Deutschen Jugendinstituts zu Peer-Disclosure

Der DJI forscht bis 2021 zum Thema Peer-Disclosure im Rahmen einer Projekt-Studie.

Kinder und Jugendliche vertrauen sich zunächst meist Gleichaltrigen an. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie man diesen Fakt für die Präventions- und Interventionsarbeit nutzen kann.

Die Durchführung des Projekts wird von einem Beirat begleitet, in dem von sexualisierter Gewalt Betroffene, für das Feld einschlägige Wissenschaftlerinnen sowie Fach- und Leitungskräfte aus der Präventionspraxis vertreten sind. Der Beirat begleitet die Durchführung des Projekts auch unter forschungsethischen Gesichtspunkten und wirkt aktiv bei der Diskussion der Ergebnisse und den daraus resultierenden Präventionsmodulen mit. 

Markus Diegmann ist im Namen des Tour41 e.V. Mitglied im Beirat zur Studie.

Feedback/Referenzen

Liebes Team der Initiative „Tour 41“,
 
wir sind mit der Bitte an Sie herangetreten, Ihre Arbeit in unserem Team zwecks Einblick, Weiterbildungsmöglichkeiten und allgemeiner Präventionsarbeit, vorzustellen.
 
Unserer Bitte sind Sie äußerst schnell nachgegangen, erst per Email-Kontakt und danach, trotz Corona, in einer Zusammenkunft unter den aktuell bestehenden Sicherheitsbeschränkungen.
 
Das gesamte pädagogische Team war begeistert von Ihrer Motivation und Fürsorge, die Dringlichkeit umfangreicher Prävention mitreißend darzustellen.
Die Brisanz des Themas und die Dramatik statistischer Werte hat berührt und gleichermaßen erschreckt.
 
Dank wertvoller Tipps zur individuellen Weiterbildung machen wir uns Stück für Stück auf den Weg und hoffen, dass wir in diesem Zusammenhang noch einmal zusammenkommen und das Thema gemeinsam vertiefen können.
 
Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihren Einsatz und wünschen Ihnen, insbesondere für Ihre wichtige Öffentlichkeitsarbeit, alles Gute – und viele weitere aufmerksame Menschen die hinschauen, zuhören und helfen!
 
Das Team der DRK Kita Klause-Entdecker
im Namen von Jana Ufer
 
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DRK Kindertagesstätte

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