#KeineTatOhneKonsequenz, Die Tour

JETZT auf ARTE: „GELOBT SEI GOTT“ sind alle Fälle schon verjährt!

Team Tour41 e.V.
OFF Broadway Kino Köln 29.09.2019

GELOBT SEI GOTT sind alle Fälle schon verjährt!

Das ist der skandalöse Ausspruch von Kardinal Barbarin auf einer Pressekonferenz.

Leider immer noch aktuell!

+++UPDATE 11.06.2023+++

JETZT auf ARTE

TV-Ausstrahlung am Montag, 19. Juni 2023 um 14:15 auf ARTE

HIER zum Film in voller Länge: Verfügbar vom 07/06/2023 bis 06/07/2023

HIER zur Doku: Verfügbar vom 31/05/2023 bis 05/08/2023

+++UPDATE Ende+++

Das sagt Arte über die Doku

„Es war einmal … „Gelobt sei Gott“

„Gelobt sei Gott“ von François Ozon basiert auf der wahren Geschichte eines pädophilen Priesters, die von dessen Gemeinde in Lyon lange Zeit geheim gehalten wurde. Der Film handelt vom mutigen Kampf der einstigen Opfer um die Aufdeckung des Skandals. Das Werk schwankt zwischen Dokumentarfilm und Fiktion und wurde im Geheimen gedreht.

Die Dokumentation zeigt, wie François Ozon mit „Gelobt sei Gott“ – im Original „Grâce à Dieu“ – ein äußerst realitätsnahes Werk geschaffen hat, dem eine umfassende Recherchearbeit vorausging. Ozon traf sich mit drei Opfern des beschuldigten Priesters. Das Drehbuch basiert auf ihren persönlichen Geschichten.
Die Schauspieler Melvil Poupaud, Swann Arlaud und Josiane Balasko – Letztere in der Rolle der Mutter eines Opfers – erzählen, wie sie sich in die Figuren hineinversetzt haben. Außerdem kommen in der Dokumentation zwei der drei Opfer zu Wort. Sie sind die Gründer des Vereins La Parole libérée („das befreite Wort“), der eine federführende Rolle im Kampf gegen die Gemeinde in Lyon spielte.


Jean-Marc Sauvé ist Autor eines frappierenden Berichts über sexuellen Missbrauch in der Kirche. Er unterstreicht die präzise Darstellung der Sachverhalte im Film und dessen erheblichen Einfluss auf Gesetzgebung und Kirche. Der beschuldigte Priester und das Erzbistum Lyon haben zwei Mal versucht, das Erscheinen des Films zu verhindern.
„Gelobt sei Gott“ erschien allem Widerstand zum Trotz inmitten der MeToo-Bewegung und lockte eine Million Zuschauer in die Kinos. Sowohl die Darsteller als auch die einstigen Opfer nahmen an zahlreichen Debatten rund um das Werk teil. Ob Melodrama, Thriller oder Komödie – Ozons Filmographie kennt keine Genregrenzen. Mit „Gelobt sei Gott“ reiht sich nun ein für den Rechtsstaat unverzichtbarer Film an der Grenze zwischen Dokumentarfilm und Fiktion in die Liste seiner Meisterwerke ein.“

Das sagt Arte über den Film

Alexandre lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Lyon. Durch Zufall entdeckt er, dass der Priester, der ihn als Pfadfinder missbraucht hat, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beginnt einen Kampf, dem sich bald weitere Opfer des Priesters anschließen … – François Ozons Film (2018) kritisiert das Schweigen der Kirche zur Pädophilie und fragt nach ihrer Mitschuld.

Lyon, 2014: Alexandre ist ein gutbürgerlicher Lyoner, praktizierender Katholik, verheiratet und Vater von fünf Kindern. Eines Tages entdeckt er zufällig, dass der Priester, der ihn als Pfadfinder missbraucht hat, immer noch mit Jugendlichen arbeitet. Lange verdrängte Erinnerungen werden wach. Verzweifelt findet Alexandre schließlich den Mut, gegen den Mann vorzugehen. Seine Suche nach weiteren Opfern des in seinem Amt hoch angesehenen Geistlichen führt Alexandre zu François – der zunächst gleichgültig, dann rasend vor Wut ist und kurz davorsteht, Gerechtigkeit mit Rache zu verwechseln – und schließlich zu Emmanuel, einem jungen Epileptiker, der offensichtlich am schlimmsten verletzt ist. Jeder dieser drei Männer hat auf unterschiedliche Weise mit sich selbst zu kämpfen. Und jeder von ihnen muss sich mit den Schatten seiner Vergangenheit auseinandersetzen, um die weitreichenden Folgen dieses Prozesses zu bewältigen. Kardinal Barbarin wendet sich an die Presse und löst einen Skandal aus, als er seine Erleichterung darüber zum Ausdruck bringt, dass die meisten Missbrauchsfälle nun verjährt seien, und sagt: „Gelobt sei Gott“. Die Gründung der Selbsthilfeorganisation „La parole libérée“ (Das gebrochene Schweigen) ist nur der erste Schritt, denn gemeinsam gehen sie vor Gericht, um systematisch die Pädophilie in der Kirche anzuprangern …

Basierend auf dem realen Fall von Pater Bernard Preynat, der 2016 angeklagt wurde, rund 70 Jungen in Lyon sexuell missbraucht zu haben, porträtiert François Ozon die Opfer als erwachsene Männer und zeigt die lebenslangen Wunden, die sie davongetragen haben. Zugleich kritisiert der Film das Schweigen der Kirche zur Pädophilie und fragt nach ihrer Mitschuld.

Das ist unser Blogartikel aus September 2019; da lief der Film zum ersten Mal in Programmkinos:

TRIGGERWARNUNG!

Schon der Trailer zum Film verursacht bei uns eine Gänsehaut!

Die dargestellten Dynamiken stehen hier zwar im Kontext zum Umfeld Kirche, können aber problemlos auf die gesamtgesellschaftliche Ebene übertragen werden!

Über den Film und seinen Regisseur

Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Atemlose Bilder, immer im Wettlauf mit den aktuellen Entwicklungen, verleihen GELOBT SEI GOTT eine emotionale Wucht, der man sich kaum entziehen kann.

Stilsicher und mitreißend erzählt und ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury auf der Berlinale 2019, ist GELOBT SEI GOTT nicht nur eine erschütternde Bestandsaufnahme der Versäumnisse in der katholischen Kirche, sondern auch ein Plädoyer für Mut und Zusammenhalt

Darum geht es

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet.

Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern: François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen.

Ihr Widerstand formiert sich und wird zu einer Lawine, die am Ende nicht mehr aufzuhalten ist …

Ein großartiger Film, der die Aufmerksamkeit und Reichweite eines Blockbusters verdient hat!

Die Söhne fragen Alexandre:

„Warum machst du das, Papa?“

Seine Antwort:

„Damit so etwas niemals wieder passiert! Und auch für euch. Sollte euch jemals so etwas passieren, so wisst ihr jetzt, ihr könnt darüber sprechen!“

Wer das Schweigen bricht,
bricht die Macht der Täter!

Weitere Infos zum Film
=> https://www.gelobt-sei-gott.de/
=> https://www.facebook.com/GelobtSeiGottFilm/

Petition zur Abschaffung der Verjährung bei sexuellem Kindesmissbrauch unterschreiben
=> www.change.org/missbrauch

Wir danken dem Pandora-Film-Verleih für die großartige Unterstützung unserer Petition und das wunderbare Gespräch!

+++UPDATE 09.11.2019+++
Nominierungen für Europäischen Filmpreis werden verkündet
Beim Filmfestival in Sevilla werden am 09.11.2019 die Nominierungen für den 32. Europäischen Filmpreis bekanntgegeben. In die Vorauswahl haben es der Berlinale-Gewinner „Synonymes“, der Kindesmissbrauchsfilm „Gelobt sei Gott“ von François Ozon, die Musikkomödie „Yesterday“ von Danny Boyle sowie deutsche Werke wie „Systemsprenger“ und „Gundermann“ geschafft. Gekürt werden nicht nur die Kandidaten für den besten europäischen Spielfilm, sondern auch beste Darsteller, Regie und bestes Drehbuch.

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