Die Tour

Protagonist:in für das Format „Menschen hautnah“ gesucht: Missbrauch durch Frauen

Die Journalistin Tania Chapuis möchte gemeinsam mit einer Kollegin eine Reportage für ‚Menschen hautnah‘ (WDR) zum Thema sexueller Missbrauch durch Frauen drehen. In einem intensiven Gespräch haben wir uns ausgetauscht und ich kann sagen, dass sie meines Erachtens gut im Thema ist und über die nötige Sensibilität verfügt. Dennoch achtet gut auf euch und wägt sorgfältig ab. Wer sich eine Mitwirkung vorstellen kann meldet sich gerne über [email protected]. Ihr bekommt dann ihre Kontaktdaten für weitergehende Informationen.

Dazu die Journalistin Tania Chapuis:

„Wir suchen Männer oder Frauen, die in ihrer Kindheit von einer Frau sexuell missbraucht wurden – sozusagen ein Tabu im Tabu.

Gemeinsam mit meiner Kollegin, der Filmemacherin Andrea Schuler aus Berlin, möchten wir gerne dieses wichtige, sehr komplexe, Thema angehen und der WDR hat auch bereits Interesse signalisiert.

Uns ist bewusst, dass es sich beim Thema sexualisierte Gewalt um ein hoch sensibles Thema handelt und ich möchte hiermit betonen, dass wir mit dem Thema gut vertraut sind und äußerst sensibel vorgehen.

Die Gesundheit unserer Protagonisten hat absolute Priorität. Uns ist deshalb wichtig, dass Interessierte soweit stabil und gefestigt sind, denn wir möchten auf keinen Fall den Therapieerfolg der Überlebenden gefährden.

Mit im Boot haben wir bereits den Modefotografen Michael Reh, der in der Kindheit jahrelang durch seine Tante missbraucht wurde. Vielleicht wäre vor der Kamera ja ein Gespräch mit ihm und einer weiteren betroffenen Person möglich. Michael Reh ist sehr erfahren und engagiert im Bereich Therapie und Aufklärung und will anderen Mut machen, sich Hilfe zu holen und an die Öffentlichkeit zu gehen.

Wichtig wäre noch – denn daran scheiterte es in der Vergangenheit leider einige Male – dass der rechtliche Status geklärt ist.

Dies bedeutet, dass es entweder einen Gerichtsprozess gab – was eher unwahrscheinlich ist – oder aber die Täterin mittlerweile verstorben ist.

Weiteres können wir mit Interessierten gerne schriftlich oder telefonisch klären.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Reportage realisieren und damit eine breite Öffentlichkeit erreichen könnten, denn dieses Thema liegt uns sehr am Herzen. 

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße

Tania Chapuis“

Eure Meinung ist gefragt

Dazu eine Frage an euch: Findet ihr es okay, dass wir hier diesen Aufruf anbringen und weiterleiten? Das Film-Team ist an vielen Stellen auf Ablehnung gestoßen. Man wollte die Anfrage nicht bei Betroffenen anbringen, weil man befürchtete, sie würden sich übernehmen und verfügten nicht über die nötige Stabilität. Was denkt ihr? Ist hier eher Zutrauen angesagt, dass jede und jeder schon die richtige Entscheidung für sich trifft oder sollten wir hier eher die Verantwortung übernehmen und solche Infos nicht teilen?

Lieben Dank und herzliche Grüße

Steffi vom Tour41-Team

Update vom 15.01.2023

Mittlerweile haben uns über Social Media viele wertvolle Rückmeldungen erreicht: Ganz lieben Dank dafür!

Es ist manches Mal eine Gratwanderung zwischen dem Wunsch, die Öffentlichkeit aufzuklären und der Intention von Medien, wenn es um Quoten geht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es immer auf das jeweilige Film-Team ankommt, aber natürlich auch auf die Vorstellungen der Redaktionen. Man sollte immer gut abwägen und sich im Vorfeld gut informieren bzw. die eigenen „Bauchschmerzen“ nicht übergehen und im Zweifelsfall gemeinsam mit Therapeutin oder Therapeut beraten.

Folgende Hinweise zum Umgang mit Medien findet ihr auf der Seite der UBSKM:

Tipps für Betroffene im Umgang mit Medien: beauftragte-missbrauch.de