Die Unterschriften-Jagd ist eröffnet

Nun ist es endlich soweit. Nach nun mehr als drei Monaten auf Presse Tour startet am 1. Januar 2017 die Unterschriften Aktion. Es ist kaum zu glauben wie sehr Betroffene still und leise leiden und erst an die Oberfläche kommen, wenn sie meinen Wagen sehen.
Es vergeht kaum ein Tag an dem mich Betroffene ansprechen und um Hilfe und Informationen fragen. Es bedrückt mich, gibt mir Kraft zugleich und zeigt mir, wie sehr es an Akuthilfestellen mangelt. Mich sprach eine Mutter an, deren Sohn missbraucht wurde. Es hat acht Jahre gedauert, bis der Täter zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Eine Dame (72) sprach mich an. Sie trägt das Trauma und die Folgerrkrankungen mehr als 6 Jahrzehnte mit sich herum. Ein Tod auf Raten, in beiden Fällen.
Wie kann es sein, dass die Täter gar nicht oder zu solch milder Strafe verurteilt werden?

Ich appelliere an Ihr Herz! helfen Sie uns das nicht noch mehr Kinder so leiden müssen. Jeden Tag 41 Kinder! Ich weiß das es schwer ist, als nicht Betroffener sich vorzustellen, dass es Menschen gibt die nicht wissen, was es heißt glücklich und Zufrieden zu sein. Genauso können wir Betroffene uns nicht vorstellen, wie es ist eine Behütete Kindheit gehabt zu haben.

Über 1.200.000 Opfer, Überlebende und Betroffene in den letzten 50 Jahren sind Zuviel. Bitte helfen Sie uns das Ziel der 1.000.000 Unterschriften zu erreichen. Es ist so einfach unsere Kinder und Betroffene zu schützen. Wenn jeder auch nur 10 Unterschriften sammelt schaffen wir unser Ziel.

Unterschriftenliste Drucken

Wenn Sie Picasso und mich sehen, sprechen Sie uns ruhig an. Ich wünsche Ihnen allen ein Gesundes und zufriedenes 2017

Beste Grüße

Markus Diegmann

 

Mitgefühl zum Anschlag in Berlin

Wir wünsche allen Betroffenen und deren Familien von ganzem Herzen, dass sie die notwendige Kraft haben, trotz des für sie so schmerzlichen Verlustes zuversichtlich und nicht hoffnungslos in die Zukunft zu blicken.

Dennoch möchte ich in diesen schweren Zeiten an alle missbrauchten Kinder, Opfer und Überlebende sexuellen Missbrauchs errinnern. Sie leiden jeden Tag, sind unglücklich, weil sie intuitiv wissen, dass sie sich bloß über Wasser halten, statt ihre Möglichkeiten für ein zufriedenes und lohnendes Dasein auszuschöpfen. Glück und Erfüllung sind unmöglich, wenn der Körper und Geist darauf gedrillt sind im Alarmzustand zu verharren.

Die wilde „13“

BLZAm 13. Dezember, genau am 25. Todestag unserer Mutter, erscheint ein Artikel über mich und der Tour41 in der Kölner Rundschau. Ich bin begeistert, wieviel Arbeit und Empathie die Redakteure in ihre Arbeit legen. Vielen Dank. Warum so viele Ereignisse, Gute als auch Schlechte, am 13. Tag kommen – keine Ahnung. Meine lieben Geschwister sind derzeit mit der Vereinsgründung beschäftigt. In Kürze gehen die Unterlagen zum Notar. Dank meiner Geschwister und deren Freunden ist alles schneller vonstatten gegangen als erwartet. Super, so schaffen wir unser Ziel – ihr seid super. Unsere Mutter wäre mit einem Lied auf den Lippen dabei.
Ich weiß, dass meine eigene Biographie für die 1.000.000 Unterschriften wichtig ist. Die so genannten Traumafolgestörungen, worunter jeder
traumatisierte Mensch leidet, beinhaltet bei mir, dass ich mich rechtfertigen muss, dass die Scham hoch kommt und mich auffrisst und ich einfach sagen muss: Ich möchte durch die Veröffentlichung kein Mitleid. Das ist mir ganz wichtig.
Mein Traum ist es jedoch, 1.000.000 Menschen zu mobilisieren und genauso viele Unterschriften zu bekommen. Helfen, den Kindern nicht die Zukunft nehmen zu lassen und ein Recht auf eine Schöne und Sorgenfreie Kindheit zu erhalten. Wir sollten öfters im Alltagsstress innehalten und an
unsere Kinder denken. Den Betroffenen, Opfern und Überlebenden möchte ich zur Seite stehen, eine Perspektive aufbauen und helfen, mit der neuen Situation umzugehen. Dazu können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren.