Brauchtum bleibt Brauchtum und Missbrauch bleibt Missbrauch – Ostern in #Lügde #KeineTatohneKonsequenz

Liebe Unterstützer*innen; der WDR und Markus Diegmann => Ostern in Lügde – Event trotz Missbrauchsskandal!

Liebe Menschen aus Lügde und Elbrinxen, ich war 3 Tage bei euch „Tour41 zu Gast in Lügde“. In Lügde rasten auch in diesem Jahr wieder riesige Flammenräder einen Hang hinunter. Dem Missbrauchsskandal, der die kleine Stadt erschüttert, wollte man so auch etwas entgegensetzen.

Warum habt ihr das (Oster)Rad nicht umgedreht? „Lügde gemeinsam gegen Missbrauch! Lasst uns endlich drüber reden! Das darf so nicht sein!“ Stattdessen KEIN starkes Signal aus Lügde wrd. des Osterräderlaufs: keine symbolische Handlung, keine Rede, keine Schweigeminute: Brauchtum bleibt eben Brauchtum und Missbrauch bleibt eben Missbrauch!

Versteht mich nicht falsch. Ich klage niemanden von euch an! Darum geht es mir nicht! Ich führte vor Ort viele gute, wichtige und teils hochemotionale Gespräche. Ihr seid im Zwiespalt. Zitat von Bürgermeister Heinz Reker: „…wir sind ja keine Täter, wir sind ja nur Tatort…“

ABER wir MÜSSEN das Thema gesellschaftsfähig machen – auch oder sogar gerade an Ostern und Weihnachten usw. findet sexuelle Gewalt, Missbrauch und Misshandlung statt! Es geht mir um die vergewaltigten Kinder sowie die vom Missbrauch in der Kindheit betroffenen Erwachsenen und gerade auch die, bei denen die Taten bereits verjährt sind. Irgendwann steht ein*e Bertroffene*r vor euch und fragt: „…was habt IHR damals für Zeichen gegen Missbrauch gesetzt? Was genau habt IHR gegen Missbrauch und Vertuschung getan?…“ JEDER kennt Betroffene! Pro Klasse gibt es 1-3 Schüler/innen, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind. D.h. auch unter 30 Erwachsenen gibt es 1-3 Betroffene. Somit kennt JEDER auch 10-30 Erwachsene, die sexuell missbraucht wurden. Dadurch sind wir alle betroffen – überall!

Ich frage mich: Wie lange sind die Täter schon aktiv (in Lügde oder auch zuvor schon woanders)?
Zahlreiche weitere Taten werden in den nächsten Jahrzehnten bekannt werden und nicht mehr verhandelt werden können, weil sie verjährt sind! Dabei denke ich auch mit großem Schrecken an all die Männer und Frauen, die auf den sichergestellten, teils verschwundenen Datenträgern zu sehen sind!
Alle diese Straftaten beeinflussen Lebensabschnitte oder prägen den ganzen Lebensweg der Opfer. Für einige Opfer entfalten sie über Jahrzehnte sogar vernichtende Wirkung! Und die Täter bleiben ungestraft!?

Helft uns bitte das zu ändern! JEDE einzelne Tat muss strafrechtlich verfolgt werden können, bis an das Lebensende der Täter! Weg mit der Verjährungsfrist! 

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DANKE!!!

Euer Markus mit Picasso
und dem Tour41-Team