#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Jessica

#JaIchBin ist ein Hashtag
für alle Betroffenen
von sexuellem Missbrauch und Gewalt in der Kindheit,
für alle Überlebenden,
für alle Opfer und Angehörigen

Raus aus der Dunkelheit, mach dich sichtbar:
Schicke uns ein Kinderbild und einen Satz an [email protected]
der dich in deiner Kindheit begleitet hat
und dich heute nicht loslässt!
Zeige so das WIR unglaublich viele sind…

Idee & administrative Durchführung: Michaela Goldau

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#JaIchBin Jessica           Tour41             Weil wir so viele sind!           #JaIchBin

Zur Online Petition: => change.org/missbrauch
Zur Unterschriftenliste und mehr => www.tour41.net/downloads

Bewährung! Das erste (Fehl)Urteil im Fall #Lügde #KeineTatOhneKonsequenz

Heiko V. bestellte sich „aus sexueller Langeweile“mind. viermal „Live-Vergewaltigung von Kindern“ so selbstverständlich wie eine Pizza! Er besaß mehr als 42.000 Bild und Videodateien mit Abbildungen von sexueller Gewalt an Kindern!

Heiko V. verlässt den Gerichtssaal als freier Mann! Er wird mit zwei Jahren Haft auf Bewährung auf freien Fuß gesetzt; unter anderem wegen Anstiftung und Beihilfe zu schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern. Dazu wird er mit kostenloser „Therapie“ belohnt, von der wir Opfer nur träumen können! Therapie, ja das bräuchten wir Überlebenden auch. Manche von uns ein (Über)Leben lang…Als selbst Betroffener weiß ich, wovon ich spreche! Billige 3.000 Euro muss Heiko V. an das damals 10-jährige Opfer bezahlen!

Für die Chatverläufe zwischen Heiko V. und Dauercamper Andreas V., in denen sie sich zur Liveübertragung von schwerer sexueller Gewalt an Kindern verabredeten, fand die Vorsitzende Richterin deutliche (!?) Worte:

„Wie Sie in den Chats über die Mädchen geschrieben haben, ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.“ Die „Menschenverachtung“, die bei seinen Taten zum Ausdruck gekommen sei, sei „erschreckend“, sagte die Richterin. „Sie waren unfassbar gleichgültig und erschreckend empathielos gegenüber den Kindern.“

Auch ich finde deutliche Worte zu diesem Urteil :


„Wie Sie in diesem monströsen Missbrauchsfall  vom Campingplatz Lügde über die Gräueltaten an unseren Kindern urteilen, ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.“ Die „Menschenverachtung“, die bei solchen Urteilen zum Ausdruck kommt ist „erschreckend“. „Solche Urteile sind  unfassbar gleichgültig und erschreckend empathielos gegenüber den vergewaltigten Kindern.“

Nicht nur solche Urteile, sondern auch unsere Strafgesetzgebung, insbesondere die Verjährungsfrist bei Missbrauch an Kindern ist menschenverachtend und empathielos! Jede einzelne Tat muss eine richtige, erstzunehmende Konsequenz haben! Unabhängig der persönlichen Belange des Täters wie einer  „schlimmen Kindheit“, Reue,  Resozialisierung usw.

Alleine eine solche Tat an einem Kind muss bestraft werden! Jede einzelne! Und das ein ganzes Täter-leben lang!  Auch hier in Lügde sind eine Menge Fälle längst verjährt!

Bitte teilt mein Facebook-Video: LINK

Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Wo bleibt ein klares Signal an die Täterschaft?
Wo bleibt die Emapathie für die Opferkinder?
Weg mit der Verjährungsfrist!

Helft mir bitte!

Unterschreibt und teilt meine Petition

Sammelt auf Papier Unterschriften

Bitte teilt diese Petition weiterhin in den sozialen Netzwerken:

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Teilt via Facebook  und setzte diesen Effekt:
Rahmen „Lügde“ im Profilbild auf facebook!

Vielen Dank!

Ich kämpfe weiter für eine dringend notwendige Änderung des Strafrechts. Die Verjährungsfrist bei Kindesmissbrauch muss abgeschafft werden!

Euer Markus mit Herrn Picasso (mein Hund)
und Tour41-Team

 

Quellen:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/luegde-missbrauchsfall-urteil-1.4529578
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/missbrauch-luegde-prozess-detmold-102.html

 

#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Cornelia Hüttinger

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#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Beatrix

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für alle Überlebenden,
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Erweitertes Führungszeugnis – eine trügerische Sicherheit

Unglaublich: Für Einträge im Erweiterten Führungszeugnis gibt es eine relativ kurze „Haltbarkeit“!

Ihr Lieben;
wir wissen, es gibt viel zu tun und viel zu verändern und wir wissen, dass unsere bisherige „Mission“ zur Abschaffung der Verjährungsfrist nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Reformbedarfs abdeckt. Den Forderungen und Feststellungen des Betroffenenrates und des UBSKM schließen wir uns hier vollumfänglich an =>

Stellungnahme des Betroffenenrats zum Reformbedarf des Sexualstrafrechts

Missbrauchsbeauftragter und sein Beirat fordern bessere Verfahrensabläufe in den Hilfe- und Rechtssystemen

Je weiter wir in die Tiefen der Thematik einsteigen, desto deutlicher wird, wie hilfreich die Regelungen in unserem Rechtssystem doch oft den Tätern und Täterinnen sind. Und im Gegensatz zu manch einer Fachkraft bei Polizei und Justiz, sind und werden die Täter und Täterinnen sehr gut informiert.

So finden sich in verschiednen Foren immer wieder Fragen von Tätern und Täterinnen nach Löschungsfristen von Einträgen aus Erweiterten Führungszeugnissen, wie z. B.:“Ich studiere gerade Lehramt und muss für mein Praktikum ein Erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Wegen § 176a wurde ich vor einiger Zeit verurteilt. Wann wird der Eintrag gelöscht?“

Eine liebe Mitstreiterin hatte ein interessantes und langes Gespräch mit einem erfahrenen Kriminaldirektor und Sonderermittler in einem aktuellen Fall. Ursprünglich wollte sie ihre Empörung über die Leugnung von organisiertem rituellen Missbrauch durch die bekannte Kriminalpsychologin Lydia Benecke zum Ausdruck bringen.

Was sie u. a. über die Löschungsfristen von Vorstrafen erfuhr, ist ein weiterer Grund, laut und aktiv zu werden!

In Bezug auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ist es mittlerweile Standard, von allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bei Einstellung ein erweitertes Führungszeugnis einzufordern. Dies ist auch fester Bestandteil von Schutzkonzepten.

Hierbei kann das Erweiterte Führungszeugnis allerdings höchstens als kleine Hürde und keinesfalls als Sicherheitsmerkmal betrachtet werden.

Denn:

  1. Die meisten Sexualstraftaten gegen Kinder kommen erst gar nicht zur Anzeige und somit nie vor Gericht;
  2. Selbst wenn angezeigt wird und es zur Verhandlung kommt, werden die Verfahren häufig wegen dünner Beweislage oder Aussage gegen Aussage eingestellt, Freispruch heißt nicht zwangsläufig unschuldig;
  3. Außerdem: Selbst wenn es zu einer Verurteilung kommt und ein Eintrag im Erweiterten Führungszeugnis erfolgt, wird dieser in der Regel nach 3 bzw. 5 Jahren, je nach Strafzumessung, gelöscht bzw. nicht mehr aus dem Zentralregister übertragen!

Ein Eintrag erfolgt nicht, wenn eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von unter 3 Monaten verhängt wird.

Erst ab einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr gilt der Begriff „Verbrechen“, bei unter 1 Jahr oder Geldstrafe handelt es sich noch um ein „Vergehen“!

Ein unter Auflagen eingestelltes Verfahren wird nicht eingetragen!

Das wird dann wohl die nächste Petition!!!

 

Die Einzelheiten zu diesen Rechtsvorschriften werden wir demnächst unter „Aktuelle Gesetzeslage“ ergänzen.

 

Keine Rente – Unruhe, Angst und Verunsicherung

Bild: Phil Diegmann

Seit April beziehe ich wieder einmal keine Rente, weil durch ein Gutachten geklärt werden musste, ob der Rentenanspruch weiter besteht. Was für eine schräge Welt. Ich musste zu einer Gutachterin in Essen, in eine verschmuddelte Praxis mit eingetretenen Türen. Die Psychologin war kaum der deutschen Sprache mächtig und es fiel mir schwer, mich den Fragen zu stellen. Ende vom Lied ist, ich muss in die Reha, damit dort eingeschätzt werden kann, ob nicht doch eine Wunderheilung möglich sei.

Das heißt im Umkehrschluss, dass ich bis zur Entscheidung der Reha keine Rente beziehe. 2017 hatte ich ein ähnliches Problem. Die DRV hat mir den Rentenverlängerungsantrag an die falsche Adresse geschickt. Da ich diesen nie erhalten habe, hat man mich aus der Rente geworfen – ohne Nachfrage! Ich erhielt am 23.12.2017  ein Schreiben von der Krankenversicherung, dass die Rentenzahlung und somit die Krankenkassenzahlungen eingestellt sind. Einen Tag vor Heiligabend. Frohe Weihnachten, Markus! Am 27.12.2017 erreichte ich meinen Sachbearbeiter bei der DRV. Er meinte: „Kein Problem, das kriegen wir hin.“ Ich war erleichtert. Am 16. Januar, einen Tag vor meinem Geburtstag, dachte ich: „Mh, ich habe noch nichts von der DRV gehört.“ Angerufen, Glück  gehabt und durchgekommen. Da meinte mein Sachbearbeiter: „Es tut mir leid, meine Vorgesetzte hat die Verlängerung negiert.“ Herzlichen Glückwunsch Markus, zu deinem Geburtstag. Es hat sage und schreibe viereinhalb Monate gedauert, bis ich wieder regelmäßig die Rente bezog.

Wie soll ich je zur Ruhe kommen oder ohne Zukunftsängste leben können? Und das jetzt seit sechs Jahren! Wenn ich die Rücklagen vom OEG nicht hätte, würde ich schon auf der Straße leben, allerdings ohne Wohnmobil. Wie kann es sein, dass WIR Betroffenen durch Behörden, Rententräger und Gesundheitswesen uns immer wieder retraumatisieren lassen müssen? Ich habe mich schon zum 35. Mal bei der Gutachterin in Essen komplett seelisch ausziehen müssen und meine Biographie von A-Z erzählen müssen, weil man uns Betroffenen sonst nicht glaubt. Es sollte doch reichen, wenn unsere Therapeutin alles weiß und nicht immer wieder fremde Menschen nachbohren und uns damit ins Unheil stürzen. Jedes Mal müssen wir danach in uns aufräumen, was so unendlich viel Kraft und Zeit raubt und uns in tiefe Depressionen katapultiert.

Wieviel kann ein Mensch ertragen?

Picasso & Markus