#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Andrea

#JaIchBin ist ein Hashtag
für alle Betroffenen
von sexuellem Missbrauch und Gewalt in der Kindheit,
für alle Überlebenden,
für alle Opfer und Angehörigen

Raus aus der Dunkelheit, mach dich sichtbar:
Schicke uns ein Kinderbild und einen Satz an [email protected]
der dich in deiner Kindheit begleitet hat
und dich heute nicht loslässt!
Zeige so das WIR unglaublich viele sind…

Idee & administrative Durchführung: Michaela Goldau

Diese Diashow benötigt JavaScript.

“…ich habe es überlebt. wir haben Teile unserer Seele vor euch versteckt. Heute haben wir Hilfe und suchen die Teile zusammen und bauen unser eigenes Leben auf, frei, selbstbestimmt und wunderschön.” (Andrea)

#JaIchBin Andrea “…ich habe es überlebt. wir haben Teile unserer Seele vor euch versteckt. Heute haben wir Hilfe und suchen die Teile zusammen und bauen unser eigenes Leben auf, frei, selbstbestimmt und wunderschön.” (Andrea)    Tour41     Weil wir so viele sind!     #JaIchBin

 

Zur Online Petition: => change.org/missbrauch
Zur Unterschriftenliste und mehr => www.tour41.net/downloads

 

Das war OB8 2019

Wir wollten, dass er fast perfekt wird, daher hat es etwas gedauert; aber nun ist er da:

Unser Beitrag mit allen Impressionen und dem gesamten Programm zum Benefizabend OB8 – Noten gegen Missbrauch Viel Spaß beim Stöbern 🙂

Am 30.03.2019 war es endlich soweit:

Nach fast einjähriger Planungsphase öffneten sich die Türen der Sülztalhalle zu unserem 1. Benefizabend unter dem Motto OB8-Noten gegen Missbrauch – Für eine Kultur des Hinsehens und Hinhörens.

Lange haben wir gezittert und uns gefragt, ob wir eine Veranstaltung hinbekommen, die einerseits atmosphärisch positiv und kurzweilig ist, andererseits aber auch Informationen zum sehr ernsten und wichtigen gesamtgesellschaftlichen Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern transportiert.

Offensichtlich ist es gelungen. Der Tenor der ca. 400 Besucher war sehr positiv. Ein Wohlfühlerlebnis mit herzlicher Atmosphäre wurde uns bescheinigt und vielfach wünschte man sich eine Wiederholung.

Schaut euch die Impressionen vom Abend auf YouTube an:

Großer Dank gilt den Künstlern und vielen Akteuren und Helfern im Hintergrund, die mit viel Engagement und Feingefühl den Abend zum Erfolg führten.

Die junge Singer-Songwriterin Morgaine war mit ihrem Gitarristen Tjorben und dem Lebensgefährten und Rapper Äon 13 Stunden mit dem Flixbus aus Wien angereist. Mit ihrer Herzmusik für eine bessere Welt und ihrer wundervollen Stimme berührte sie die Zuschauer. Ihre eigene Biographie als selbst Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit brachte sie in feinfühliger Art mit ein und gab den Besuchern somit einen Einblick in ihr Leben und Erleben.

Bei Willibert Pauels, dem Diakon und Ne Bergische Jung fragten sich viele im Vorfeld, wie denn der hinlänglich aus dem Kölner Karneval bekannte  Redner, seinen Part passend gestalten würde. Nun kann man sagen: Ihm ist es in wunderbarer Weise gelungen, das Heitere mit dem Ernsten zu verbinden. Auf vielfach bekannte Art und Weise wurde über Kirche und Würdenträger gewitzelt, aber auch die Botschaft vermittelt, doch hin und wieder „über den Dingen“ zu stehen und eine neue Perspektive einzunehmen.

Zu guter Letzt begeisterte Eddi Hüneke, bekannt als Mitgründer und langjähriges Mitglied der Acapella-Band „Wise Guys“, der seit kurzem Solo unterwegs ist. Mit Songs aus seinem Album „Alles auf Anfang“ und auch neuen Stücken stimmte er teils fröhlich, teils nachdenklich. Nahezu jeder Gast konnte sich in einem seiner Songs wiederfinden. Besonders passend für uns: „Das könnte euch so passen“ und „Mach das Maul auf!“. Gemeinsam mit Tobi Hebbelmann ein unvergessliches Erlebnis.

Unser special guest Peter Holzer stellte sein Projekt Mutmenschen vor. Als ehemalig in der Finanzbranche Tätiger erkannte er nach einer Krebserkrankung, dass er einen anderen Weg einschlagen möchte und kehrte seinem bisherigen Leben den Rücken. Heute widmet er sich mit ganzer Aufmerksamkeit seiner Mission, Menschen und Unternehmen eine mutige Stimme zu verleihen. Den an diesem Abend erzielten Verkaufserlös seines Buches in Höhe von 410 € übergab er als Spende für den Verein an Markus Diegmann und verdoppelte ihn anschließend. Herzlichen Dank!

Moderiert wurde der Abend kurzweilig und spritzig von Patrick Lynen, der extra aus Spanien angereist war. Patrick Lynen ist ein Allround-Talent. U.a. produziert er für den WDR „Die Runde Ecke“.

Unsere Gäste hatten in der magic-photobox mächtig Spaß! “It`s magic!” Seht selbst hier auf YouTube:

(Fehlt euer Bild? Bitte unter [email protected] melden, dann haben wir von euch keine Genehmigung zur Veröffentlichung erhalten; hier zum ==>>  passwortgeschützten Bereich)

Das Pilot-Projekt „Präventionscoachs“, welches wir mit  7 Oberstufenschülern und einem Lehrer der GSK durchführen, wurde kurz vorgestellt. Wir eruieren und testen, wie man an einer Schule ein „gelebtes Schutzkonzept“ installieren kann. Wünschenswert wäre ein niederschwelliges und nachhaltiges Angebot zur Information und Aufklärung sowie zur Begleitung von Schülern bzw. bei Bedarf, Vermittlung an Hilfestellen. Peers als Brücken ins Hilfesystem. Hintergrund ist die Kampagne des Herrn Rörig (Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, kurz UBSKM).
Mit der Kampagne „Schule gegen sexuelle Gewalt“ werden Schulen aufgefordert, entsprechende Schutzkonzepte zu entwickeln. Mittlerweile sind wir auch im Beirat einer Studie des DJI (Deutsches Jugendinstitut) zu Peer-Disclosure vertreten.

Ziel erreicht 🙂

Vordergründiges Ziel der Veranstaltung war es, ein Bewusstsein für den Themenkomplex des sexuellen Kindesmissbrauchs zu schaffen und zum Hinsehen und Hinhören zu motivieren.

Trotz der öffentlichen Debatte ist das Thema immer noch mit vielen Klischees behaftet. Die tatsächlichen Dynamiken solcher Ereignisse im Leben eines Kindes sind weitestgehend nicht bekannt.

Nur durch Information und Aufklärung kann es gelingen, das immer noch bestehende gesellschaftliche Tabu zu brechen und somit zum Schutz von Kindern beizutragen sowie die Glaubwürdigkeit von Betroffenen zu stärken.

Menschen ohne entsprechendes Grundlagenwissen zur Thematik sind häufig auch in der Fachwelt  zu finden, denn es ist bisher nicht gelungen, medizinische, therapeutische, pädagogische und soziale Berufe mit verpflichtenden Inhalten in Aus- und Fortbildung flächendeckend zu sensibilisieren. Bei 2-4 betroffenen Kindern pro Schulklasse (statistisch gesehen ist jedes 7. Kind betroffen), müssen wir aktiv werden und die politischen Forderungen des UBSKM und des Betroffenenrates stützen und untermauern.

Erfolg auf ganzer Linie 🙂

Der Abend war auf jeden Fall ein großer Erfolg für das Thema an sich. Das Hinsehen und Hinhören wurde gefördert. Auch das Angebot an Aufklärung, Information und Sensibilisierung durch Infotische und Material zum Mitnehmen wurde vielfach genutzt. Den Besuchern konnte die Arbeit des Tour41 e.V. näher gebracht werden, wodurch Berührungsängste abgebaut und Vertrauen geschaffen wurde.

An diesem Abend wurden wir mit Unterschriften belohnt!
1.383 Unterschriften
wurden insgesamt überreicht und vor Ort geleistet.
Große Klasse! Dankeschön!

Der Erlös an Spenden durch OB8 2019 betrug insgesamt
2.505 €!
Ein herzlicher Dank gilt allen Spendern.

Diese Aktivitäten und Angebote unterstützen Spender:

  • Aktiven Einsatz gegen sexuelle Gewalt
    z. B. durch Öffentlichkeitsarbeit, Herstellung & Versand von Infomaterial, Gebühren für Standplätze & Tour , Demos uvm.
  • Selbsthilfearbeit & Projekte im Rahmen der Selbsthilfearbeit
    für Betroffene & Angehörige
  • Projekte zur Prävention & Schutzkonzeptentwicklung

Ein ganz großes und herzliches Dankeschön auch an alle Helfer, Akteure und Sponsoren.

Insbesondere bedanken wir uns bei der

  • Metzgerei Stefer für die großartige Unterstützung durch monatelange Unterschriftensammlung, Werbung und Kartenvorverkauf sowie die Spende von 200 Würstchen; bei
  • Thomas Zimmer für den wundervollen und unentgeltlichen Entwurf von Plakaten, Eintrittskarten, Werbebanner, Teaser und Trailer, die professionelle Bearbeitung des Videos uvm.; bei der
  • Druckerei Brocker für den unentgeltlichen Druck der Werbemittel; bei der
  • Firma „Tonart“ für die tolle technische Beratung und Durchführung sowie rabattierte Bereitstellung der Bühne und der Technik; bei
  • Kölnticket für die kurzfristige Bereitstellung eines Kundenkontos; bei
  • Radio Berg für die Vorankündigungen, bei
  • Anja Behr und Udo Willius mit ihrer „magic-photobox“ aus Burscheid-Hilgen, die eine Bereicherung waren, den Abend auflockerte und vielen Gästen ermöglichten, eine bleibende Erinnerung in Form eines individuellen Fotos mit nach Hause zu nehmen (siehe oben); bei der
  • Geschenke Boutique “Böjour” und Yvonne Bößert für die nette Beratung zur Deko und Herstellung der Ballontrauben; bei den
  • Grillcowboys für ihren unermüdlichen kulinarischen Einsatz und bei der
  • Gemeinde Kürten für die unentgeltliche Bereitstellung der Halle und die nette Beratung durch Frau Grunwald; bei der
  • Cosmos Security Management GmbH, Bergisch Gladbach und der
    Provinzial Geschäftsstelle Petra Köp, Kürten sowie dem
    DRK-Ortsverein Kürten, mit denen wir uns sehr sicher und sehr gut versichert fühlten; bei unseren
  • Sponsoren:
    der P.S.A. Bauunternehmung GmbH,
    der Volksbank Berg eG,
    der Solaris GbR und
    der Wilde & Partner
    mbB für ihren finanziellen Obolus; bei
  • Umzüge Lippa, als Veranstaltungsleitung und bei allen
  • Helfern im Hintergrund, die durch ihren Einsatz wie Aufbau und Abbau, Ticket- und Bonverkauf, Getränkeausgabe, Garderobe uvm. die Grundlage für diesen Abend lieferten und natürlich bei
  • unseren Gästen und dem großartigen Publikum!
Ein Ausblick

Es gibt bereits erste Gespräche für OB8 2020/21. Aber ohne Sponsoren geht es leider nicht. Wer also Mittel und Lust hat, diese Veranstaltung zu sponsern oder sogar für uns auszurichten, der ist herzlich willkommen.

Das Problem bei Benefiz über unseren Verein:
Für uns als Tour41 e.V. wird solch eine Veranstaltung steuerlich wie ein Wirtschaftsbetrieb gewertet. D. h. wir dürfen keine Verluste machen und keine Spendengelder verwenden (was ja einerseits gut ist); andererseits riskieren wir unsere Gemeinnützigkeit, wenn wir die entsprechende Besucherzahl nicht erreichen. Die Finanzierung darf hier ausschließlich durch Sponsoren, Eintrittsgelder und Erlöse durch Getränke und Verzehr erfolgen.

Bei OB8 2019 bedurfte es sehr großer Anstrengungen, die Menschen zum Kauf eines Tickets zu bewegen. Am Ende fehlten uns leider 100 Besucher, um unser Ziel zu erreichen, sodass wir teils private Mittel eingesetzt haben. Der Einsatz von privaten Mitteln ist aber auf Dauer und zukünftig für uns nicht zu leisten, daher sind wir auf Sponsoren angewiesen.

Sponsoren haben die Möglichkeit, ihre Werbemittel (Logo, Banner, Aufsteller o. ä.) mit einzubringen. Die Ausstellung einer Spendenquittung ist in dem Fall nicht möglich. Diese Kosten können Sie in Ihrer Fima jedoch als Werbekosten (Betriebsausgabe) steuerlich geltend machen.

Bei Interesse wenden Sie sich gerne an unsere Expertin für Finanzfragen, Michaela Goldau [email protected]. Wir würden uns sehr freuen.

Besuchen Sie auch unsere OB8 Seite mit weiteren Infos und Video-Material: HIER

Zur Playlist des kompletten Abends auf YouTube:
+++ TIPP! Unbedingt ansehen! +++
+++ OB8 – Noten gegen Missbrauch auf YouTube +++
Viel Spaß beim HinSEHEN und HinHÖREN!

Herzlichst
Ihr/Euer Tour41-Team

#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Jessica

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#JaIchBin Jessica           Tour41             Weil wir so viele sind!           #JaIchBin

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Bewährung! Das erste (Fehl)Urteil im Fall #Lügde #KeineTatOhneKonsequenz

Heiko V. bestellte sich „aus sexueller Langeweile“mind. viermal „Live-Vergewaltigung von Kindern“ so selbstverständlich wie eine Pizza! Er besaß mehr als 42.000 Bild und Videodateien mit Abbildungen von sexueller Gewalt an Kindern!

Heiko V. verlässt den Gerichtssaal als freier Mann! Er wird mit zwei Jahren Haft auf Bewährung auf freien Fuß gesetzt; unter anderem wegen Anstiftung und Beihilfe zu schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern. Dazu wird er mit kostenloser „Therapie“ belohnt, von der wir Opfer nur träumen können! Therapie, ja das bräuchten wir Überlebenden auch. Manche von uns ein (Über)Leben lang…Als selbst Betroffener weiß ich, wovon ich spreche! Billige 3.000 Euro muss Heiko V. an das damals 10-jährige Opfer bezahlen!

Für die Chatverläufe zwischen Heiko V. und Dauercamper Andreas V., in denen sie sich zur Liveübertragung von schwerer sexueller Gewalt an Kindern verabredeten, fand die Vorsitzende Richterin deutliche (!?) Worte:

“Wie Sie in den Chats über die Mädchen geschrieben haben, ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.” Die “Menschenverachtung”, die bei seinen Taten zum Ausdruck gekommen sei, sei “erschreckend”, sagte die Richterin. “Sie waren unfassbar gleichgültig und erschreckend empathielos gegenüber den Kindern.”

Auch ich finde deutliche Worte zu diesem Urteil :


“Wie Sie in diesem monströsen Missbrauchsfall  vom Campingplatz Lügde über die Gräueltaten an unseren Kindern urteilen, ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.” Die “Menschenverachtung”, die bei solchen Urteilen zum Ausdruck kommt ist “erschreckend”. “Solche Urteile sind  unfassbar gleichgültig und erschreckend empathielos gegenüber den vergewaltigten Kindern.”

Nicht nur solche Urteile, sondern auch unsere Strafgesetzgebung, insbesondere die Verjährungsfrist bei Missbrauch an Kindern ist menschenverachtend und empathielos! Jede einzelne Tat muss eine richtige, erstzunehmende Konsequenz haben! Unabhängig der persönlichen Belange des Täters wie einer  „schlimmen Kindheit“, Reue,  Resozialisierung usw.

Alleine eine solche Tat an einem Kind muss bestraft werden! Jede einzelne! Und das ein ganzes Täter-leben lang!  Auch hier in Lügde sind eine Menge Fälle längst verjährt!

Bitte teilt mein Facebook-Video: LINK

Wo bleibt die Gerechtigkeit?
Wo bleibt ein klares Signal an die Täterschaft?
Wo bleibt die Emapathie für die Opferkinder?
Weg mit der Verjährungsfrist!

Helft mir bitte!

Unterschreibt und teilt meine Petition

Sammelt auf Papier Unterschriften

Bitte teilt diese Petition weiterhin in den sozialen Netzwerken:

Teilt via Twitter

Teilt via Facebook  und setzte diesen Effekt:
Rahmen “Lügde” im Profilbild auf facebook!

Vielen Dank!

Ich kämpfe weiter für eine dringend notwendige Änderung des Strafrechts. Die Verjährungsfrist bei Kindesmissbrauch muss abgeschafft werden!

Euer Markus mit Herrn Picasso (mein Hund)
und Tour41-Team

 

Quellen:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/luegde-missbrauchsfall-urteil-1.4529578
https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/missbrauch-luegde-prozess-detmold-102.html

 

#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Cornelia Hüttinger

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#JaIchBin – Weil wir so viele sind – Beatrix

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Erweitertes Führungszeugnis – eine trügerische Sicherheit

Unglaublich: Für Einträge im Erweiterten Führungszeugnis gibt es eine relativ kurze “Haltbarkeit”!

Ihr Lieben;
wir wissen, es gibt viel zu tun und viel zu verändern und wir wissen, dass unsere bisherige “Mission” zur Abschaffung der Verjährungsfrist nur einen kleinen Teil des tatsächlichen Reformbedarfs abdeckt. Den Forderungen und Feststellungen des Betroffenenrates und des UBSKM schließen wir uns hier vollumfänglich an =>

Stellungnahme des Betroffenenrats zum Reformbedarf des Sexualstrafrechts

Missbrauchsbeauftragter und sein Beirat fordern bessere Verfahrensabläufe in den Hilfe- und Rechtssystemen

Je weiter wir in die Tiefen der Thematik einsteigen, desto deutlicher wird, wie hilfreich die Regelungen in unserem Rechtssystem doch oft den Tätern und Täterinnen sind. Und im Gegensatz zu manch einer Fachkraft bei Polizei und Justiz, sind und werden die Täter und Täterinnen sehr gut informiert.

So finden sich in verschiednen Foren immer wieder Fragen von Tätern und Täterinnen nach Löschungsfristen von Einträgen aus Erweiterten Führungszeugnissen, wie z. B.:”Ich studiere gerade Lehramt und muss für mein Praktikum ein Erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Wegen § 176a wurde ich vor einiger Zeit verurteilt. Wann wird der Eintrag gelöscht?”

Eine liebe Mitstreiterin hatte ein interessantes und langes Gespräch mit einem erfahrenen Kriminaldirektor und Sonderermittler in einem aktuellen Fall. Ursprünglich wollte sie ihre Empörung über die Leugnung von organisiertem rituellen Missbrauch durch die bekannte Kriminalpsychologin Lydia Benecke zum Ausdruck bringen.

Was sie u. a. über die Löschungsfristen von Vorstrafen erfuhr, ist ein weiterer Grund, laut und aktiv zu werden!

In Bezug auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ist es mittlerweile Standard, von allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, bei Einstellung ein erweitertes Führungszeugnis einzufordern. Dies ist auch fester Bestandteil von Schutzkonzepten.

Hierbei kann das Erweiterte Führungszeugnis allerdings höchstens als kleine Hürde und keinesfalls als Sicherheitsmerkmal betrachtet werden.

Denn:

  1. Die meisten Sexualstraftaten gegen Kinder kommen erst gar nicht zur Anzeige und somit nie vor Gericht;
  2. Selbst wenn angezeigt wird und es zur Verhandlung kommt, werden die Verfahren häufig wegen dünner Beweislage oder Aussage gegen Aussage eingestellt, Freispruch heißt nicht zwangsläufig unschuldig;
  3. Außerdem: Selbst wenn es zu einer Verurteilung kommt und ein Eintrag im Erweiterten Führungszeugnis erfolgt, wird dieser in der Regel nach 3 bzw. 5 Jahren, je nach Strafzumessung, gelöscht bzw. nicht mehr aus dem Zentralregister übertragen!

Ein Eintrag erfolgt nicht, wenn eine Geldstrafe unter 90 Tagessätzen oder eine Freiheitsstrafe von unter 3 Monaten verhängt wird.

Erst ab einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr gilt der Begriff “Verbrechen”, bei unter 1 Jahr oder Geldstrafe handelt es sich noch um ein “Vergehen”!

Ein unter Auflagen eingestelltes Verfahren wird nicht eingetragen!

Das wird dann vielleicht die nächste Petition!!!

 

Die Einzelheiten zu diesen Rechtsvorschriften werden wir demnächst unter “Aktuelle Gesetzeslage” ergänzen.

 

Keine Rente – Unruhe, Angst und Verunsicherung

Bild: Phil Diegmann

Seit April beziehe ich wieder einmal keine Rente, weil durch ein Gutachten geklärt werden musste, ob der Rentenanspruch weiter besteht. Was für eine schräge Welt. Ich musste zu einer Gutachterin in Essen, in eine verschmuddelte Praxis mit eingetretenen Türen. Die Psychologin war kaum der deutschen Sprache mächtig und es fiel mir schwer, mich den Fragen zu stellen. Ende vom Lied ist, ich muss in die Reha, damit dort eingeschätzt werden kann, ob nicht doch eine Wunderheilung möglich sei.

Das heißt im Umkehrschluss, dass ich bis zur Entscheidung der Reha keine Rente beziehe. 2017 hatte ich ein ähnliches Problem. Die DRV hat mir den Rentenverlängerungsantrag an die falsche Adresse geschickt. Da ich diesen nie erhalten habe, hat man mich aus der Rente geworfen – ohne Nachfrage! Ich erhielt am 23.12.2017  ein Schreiben von der Krankenversicherung, dass die Rentenzahlung und somit die Krankenkassenzahlungen eingestellt sind. Einen Tag vor Heiligabend. Frohe Weihnachten, Markus! Am 27.12.2017 erreichte ich meinen Sachbearbeiter bei der DRV. Er meinte: “Kein Problem, das kriegen wir hin.” Ich war erleichtert. Am 16. Januar, einen Tag vor meinem Geburtstag, dachte ich: “Mh, ich habe noch nichts von der DRV gehört.” Angerufen, Glück  gehabt und durchgekommen. Da meinte mein Sachbearbeiter: “Es tut mir leid, meine Vorgesetzte hat die Verlängerung negiert.” Herzlichen Glückwunsch Markus, zu deinem Geburtstag. Es hat sage und schreibe viereinhalb Monate gedauert, bis ich wieder regelmäßig die Rente bezog.

Wie soll ich je zur Ruhe kommen oder ohne Zukunftsängste leben können? Und das jetzt seit sechs Jahren! Wenn ich die Rücklagen vom OEG nicht hätte, würde ich schon auf der Straße leben, allerdings ohne Wohnmobil. Wie kann es sein, dass WIR Betroffenen durch Behörden, Rententräger und Gesundheitswesen uns immer wieder retraumatisieren lassen müssen? Ich habe mich schon zum 35. Mal bei der Gutachterin in Essen komplett seelisch ausziehen müssen und meine Biographie von A-Z erzählen müssen, weil man uns Betroffenen sonst nicht glaubt. Es sollte doch reichen, wenn unsere Therapeutin alles weiß und nicht immer wieder fremde Menschen nachbohren und uns damit ins Unheil stürzen. Jedes Mal müssen wir danach in uns aufräumen, was so unendlich viel Kraft und Zeit raubt und uns in tiefe Depressionen katapultiert.

Wieviel kann ein Mensch ertragen?

Picasso & Markus