Die Aachener Nachrichten über die Tour41

Gestern am 24. Januar 2017 ist der Artikel über die Tour41 und meinem Weg in Aachen erschienen. Vielen Dank an die Redaktion der Aachener Zeitung, der Aachener Nachrichten und vor allem an den Redakteur Amien Idris. Auch wenn es meine Gesichte ist, hat mich der Schreibstil so sehr berührt. Es kommen laufend Nachrichten von Leserinnen und Lesern mit vielen Wünschen und auch Dank. Vielen, vielen Dank dafür. Das gibt mir Kraft und die Bestätigung das der Weg mit der Tour41 der Richtige ist. Der Vergleich mit der Flipperkugel passt so genau auf mein Leben, mein drang ständig in Bewegung zu sein, immer auf der Flucht vor den Erinnerungen und dem Anflug von depressiven Episoden. Die 1.000.000 Unterschriften bekommen wir schon zusammen.

Vielen Dank Aachen

Markus Diegmann

Klembrett-Slalom in Bonn 14. Januar 2017

Am Samstag stand ich in Bonn auf dem Münsterplatz, schön an der Fußgängerampel Gestern, am Sonntag bin ich in die Rheinaue gefahren. Die Rheinaue ist immer gut besucht.

Es ist unglaublich was die Enola Gale für’n Magnet zum Hinschauen ist. Menschen bleiben stehen, staunen, andere kommen ins Gespräch. Wenn Menschen jedoch ein Klemmbrett sehen, drehen sie ab oder würdigen einen keines Blickes. So stehe ich oft draußen und beobachte die Menschen wie sie auf die Enola Gale schauen. Sich umdrehen, schweigen, betroffen davon ziehen. Ich hoffe das viele was mitgenommen haben. So war die Ausbeute an Unterschriften aktiv = „0“, dafür bin ich nun mit dem spanischen Elternverein Bonn-Beuel e.V. verknüpft. Ich war selbst in diesem Verein und muss sagen, so Gute spanische Tapas findet man selten. Eine Offene, familiäre, fröhliche Atmosphäre wo Kinder auch mal laut sein dürfen und das Essen immer Top ist. Vielen Dank an den Vorstand des Vereins. Es ist schön euch dabei zu haben. Das Ziel kommt Schritt für Schritt näher.

Zählwerk des Bösen, schauen Sie mal genauer hin

Elf Tage, 501 zerstörte Kinderseelen und der Tag hat gerade erst begonnen. Sollte es Ihnen mal schlecht gehen und Sie sitzen in einem tiefen Loch, so schauen Sie sich dieses Zählwerk an. Alle 30 Minuten kommt eine zerstörte Kinderseele dazu.

 

Neue Betroffene seit dem 01.01.2017:

Halten Sie die Augen auf, hören Sie genauer hin. Die Kinder brauchen Schutz und eine behütete Kindheit um sich zu entfalten. Ich weiß was es heißt sich nicht vorstellen zu können wie es sein könnte, wenn das Erlebte nicht stattgefunden hätte.

Neu im Download: Info-Flyer

Der Info-Flyer informiert über unseren Verein Tour41 e.V. , Hilfestellen  zur Kostenübernahme für die Heilbehandlung und dem Opferentschädigungsgesetz (OEG).

Es ist auch schön …
wenn man Rückschläge hinzunehmen gelernt hat, wenn man Niederlagen sich eingestehen kann, wenn man an Ungerechtigkeiten nicht mehr verzweifelt und sich selbst immer treu bleibt ohne dabei arrogant zu sein.
Wer im Leben immer Glück hatte, worauf will der schon stolz sein ? Was hat der für Erfolge ?
Wer nie gefallen ist, der weiß auch nicht, wie schön es ist, sich hochzurappeln, aufzustehen und den Staub abzuklopfen, über sich selbst zu lachen und dem Leben erneut die Zähne zu zeigen und alle zu verblüffen, indem er sagt:
Das Hinfallen gerade eben hat richtig gut getan …

(Gerhard Feil)

Der Kampf mit den Paragraphenreitern

Wenn der Kampf mit dem Paragraphenreiter nicht wäre…
Meine Welt ist wohl zu einfach für diese Zeit. Ich dachte, ich mache etwas allgemeinnütziges und renne überall offene Türen ein. Dem ist leider nicht so und das zwingt, mal wieder, zum Umdenken meinerseits. Geplant war ja, auf den Hauptplätzen unserer Städte zu stehen, keinen zu nerven und dennoch optisch markant, durch meinen Bus, Menschen auf die ist-Situation des sexuellen Kindesmissbrauchs aufmerksam zu mache
n. Zu informieren und aufzuklären.

Bis jetzt ist jedoch keine Gemeinde, außer Bottrop, bereit, mir einen Platz mit Publikumsverkehr zu nennen und die Erlaubnis zu erteilen. Manche Gemeinden möchten dann noch gern einen Obolus in Höhe von bis zu 30€ pro Tag zuzüglich Parkgebühren erheben. Wenn ich das für jeden Termin den ich mir eingetragen habe mache, ist meine Rente am 2. des Monats futsch. Die Stadt Bonn macht sogar Geld, indem sie eine Marketing GmbH unterhält. Ich dachte, die Gemeinde ist auch für den Bürger da.

Rückschläge gehören dazu, ich hatte jedoch die Hoffnung, vielleicht eher Naivität, für diese Aufklärungskampagne die Unterstützung der Ämter zu bekommen. Das erschien mir logisch. Diese Aufgabe unterliegt ja normalerweise jeder Gemeinde.

Für meine Tour bedeutet das mehr Flexibilität aufzubringen und mich an verschieden Punkten in den Städten aufzuhalten und aktiv zu werben. Das macht die gesamte Tour zwar aufwändiger, aber ich habe ja eh grad nichts zu tun, außer meinen täglichen Kampf mit der Erinnerung und gegen die Depression. Ich muss zugeben, dass ich Facebook nicht die Zeit gebe, die es benötigt, um eine größere Verbreitung zu bekommen. Meine Kraft lässt es auch einfach nicht zu. Daher meine Bitte an alle, die auf diesem Gebiet Erfahrung haben und helfen, unsere Tour41 noch weiter anzukurbeln.

Vielen Dank
Markus